Holcim wächst und steigert Gewinn

Holcim hat im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatzrückgang verbucht, ist auf bereinigter Basis jedoch gewachsen. Die Dividende bleibt bei 1,30 Franken.
23.02.2015 08:45
Unter anderem half die gute Konjunktur in Nordamerika dem Zementkonzern Holcim.

Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit steigendem Zementabsatz in allen Regionen ausser Europa und steigenden Volumen bei Zuschlagstoffen und Transportbeton, wie Holcim am Montag mitteilte. Der Umsatz des Zementherstellers sank um 3,1% auf 19,11 Mrd CHF, auf vergleichbarer Basis wurde ein Anstieg um 3,0% verzeichnet. Der adjustierte betriebliche EBITDA gab um 3,8% auf 3,75 Mrd CHF nach. Auf vergleichbarer Basis wurde hier ein Anstieg um 2,0% erreicht. Der Reingewinn stieg um 1,5% auf 1,62 Mrd CHF und der Konzerngewinn nach Minderheiten um 1,2% auf 1,29 Mrd.

Damit hat der Konzern die Konsens-Schätzungen der Analysten beim Umsatz unterschritten, bei betrieblichem EBITDA und Reingewinn nach Minderheiten jedoch leicht übertroffen. Der AWP-Konsens lag für den Umsatz bei 19,21 Mrd und für den betrieblichen EBITDA bei 3,73 Mrd CHF. Für den Reingewinn wurde ein Wert von 1,23 Mrd CHF erwartet.

Starkes viertes Quartal

Im Gesamtjahr habe Holcim auf vergleichbarer Basis einen soliden Leistungsausweis erwirtschaftet, schreibt das Unternehmen weiter. Die Profitabilität sei erneut erhöht worden und man habe ein starkes viertes Quartal erwirtschaftet. Der Zementabsatz habe im Geschäftsjahr die Vorjahreszahlen, vor allem dank einer stärkeren wirtschaftlichen Entwicklung in Nordamerika und eines Wachstumsschubs in aufstrebenden Märkten wie Indien, Philippinen, Indonesien und Mexiko übertroffen.

Damit sei die schwierige Lage in Lateinamerika ausgeglichen worden. Die Zuschlagstoffvolumen lagen knapp unter Vorjahresniveau.

Die Aktionäre sollen eine unveränderte Bardividende von 1,30 CHF pro Aktie erhalten. Sie wird steuerfrei aus der Kapitalausschüttungsreserve bestritten. Für 2015 rechnet der Konzern mit einem Betriebsgewinn auf vergleichbarer Basis und bereinigt um Mergerkosten zwischen 2,7 und 2,9 Mrd CHF. In allen Konzernregionen ausser Europa wird ein Anstieg erwartet. Bei Zuschlagstoffen und Transportbeton werden steigende Volumen erwartet. Die geplante Fusion mit Lafarge sei auf guten Weg, erklärte der Konzern weiter.

(AWP)