HSBC-Umbau sorgt für Gewinneinbruch

Der Konzernumbau hat die britische Grossbank HSBC im dritten Quartal viel Geld gekostet. Der Gewinn brach um 86 Prozent ein.
07.11.2016 06:49
HSBC ist die grösste britische Bank.
HSBC ist die grösste britische Bank.
Bild: cash

Das britische Geldhaus wurde von negativen Wechselkurseffekten belastet sowie von einem Verlust von 1,7 Milliarden Dollar durch den Verkauf seiner brasilianischen Tochter. Das am Montag vom Management ausgewiesene Vorsteuerergebnis von 843 Millionen Dollar lag deutlich unter den Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit 2,45 Milliarden Dollar gerechnet hatten.

Andere britische Großbanken wie Lloyds, Barclays und RBS hatten ihre Quartalsberichte bereits vorgelegt. Daraus ging hervor, dass sie nach dem Brexit-Votum Ende Juni besser abschnitten als erwartet.

Das operative Geschäft von HSBC lief aber besser als erwartet. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern sei zwischen Juli und Ende September im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent auf 5,59 Milliarden Dollar (5 Mrd Euro) gestiegen, teilte HSBC am Montag in London mit. In diesem Bereich schnitt die an der Börse wertvollste Bank Europas besser ab, als Experten erwartet hatten.

Wegen einer Reihe von ausserordentlichen Belastungen wie einem Verlust von 1,7 Milliarden beim Verkauf von Sparten in Brasilien oder hohen Kosten für Abfindungen für den Stellenabbau fiel unter dem Strich allerdings ein Minus von 204 Millionen Dollar an.

(AWP/Reuters)