Huber+Suhner senkt Margen-Prognose

Die Industriegruppe Huber+Suhner hat innerhalb von neun Monaten Umsätze und Bestellungen steigen können. Die Margen-Prognose wird leicht gesenkt.
25.10.2016 08:03
Eine Produktionshalle von Huber und Suhner.
Eine Produktionshalle von Huber und Suhner.
Bild: ZVG

Huber+Suhner hat in den ersten neun Monaten 2016 den Umsatz um 5 Prozentauf 558,8 Mio CHF und den Auftragseingang um 7 Prozentauf 567,8 Mio CHF gesteigert. Bereinigt um Währungs- und Kupferpreis-Einflüsse sowie um Portfolioeffekte, also organisch, lag das Umsatzwachstum bei 4,4 Prozent, wie das in der elektrischen und optischen Verbindungstechnik tätige Unternehmen am Dienstag mitteilt. Damit wurden die Erwartungen der Analysten nicht erfüllt. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 571,1 Mio CHF und für den Auftragseingang bei 573,2 Mio.

Im dritten Quartal habe das Geschäftsvolumen etwas unter dem Durchschnitt des ersten Halbjahres gelegen. Neben saisonalen Effekten seien vor allem zwei Faktoren dafür verantwortlich gewesen. Einerseits seien die Rollouts in der Telekom-Infrastruktur, welche im ersten Semester ein wichtiger Wachstumsfaktor gewesen seien, im dritten Quartal unterbrochen worden, was im Kommunikationsmarkt vorübergehend zu einem tieferen Volumen geführt habe. Andererseits habe sich die Situation im Bahnmarkt weiterhin verhalten präsentiert.

Nur Umsatz-Guidance bleibt

Nach wie vor auf hohem Niveau habe sich das Geschäftsvolumen der in den letzten Jahren akquirierten Geschäftseinheiten Astrolab und Cube Optics bewegt. Die jüngste Akquisition Polatis, die im Bereich "Optical Switching" tätig ist, verzeichnete deutlich steigende Auftragseingänge und konnte Referenzaufträge bei potenziellen Grosskunden gewinnen. Damit habe sich der wachsende Bedarf in den Zielmärkten bestätigt.

Die bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr werden nur mit Blick auf den Umsatz bestätigt. So soll dieser wie im August in Aussicht gestellt hatte um rund 5 Prozent über dem Vorjahreswert ausfallen. Die Betriebsgewinnmarge dürfte dagegen am oberen Ende des mittelfristigen Zielbandes von 6 bis 9 Prozent ausfallen, nachdem zuvor noch eine solche von leicht über 9 Prozent prognostiziert worden war.

Das Unternehmen geht indes davon aus, dass die Umsetzung der Grossprojekte im Telekomsektor im vierten Quartal wieder aufgenommen werden dürfte. In den Prognosen sind Projektverzögerungen in Indien und China berücksichtigt. Ausserdem werden das anhaltend tiefe Volumen im Bahnmarkt sowie die Vorinvestitionen für den Ausbau der Produktionskapazitäten des Ende Mai übernommenen US-Unternehmens Polatis die Ertragssituation im zweiten Semester "vorübergehend etwas dämpfen".

(AWP)