Hügli nimmt erneut die Prognosen runter

Der Nahrungsmittelhersteller Hügli reduziert wegen eines schwachen Geschäftsgangs die bereits im vergangenen August gesenkten Prognosen für das Gesamtjahr 2016.
18.11.2016 07:11
Auch die Währungen drücken bei Hügli auf das Geschäftsergebnis.
Auch die Währungen drücken bei Hügli auf das Geschäftsergebnis.
Bild: ZVG

In der Regel publiziert das Unternehmen keine Quartalszahlen. Nun heisst es aber in einer Mitteilung vom Donnerstag, dass der Umsatz nach neun Monaten organisch gesehen um 1,6% unter dem Vorjahr liege.

Eine bisher unerwartet schwache Umsatzentwicklung im vierten Quartal reduziere den Erwartungswert für das Schlussquartal auf einen noch tieferen Wert, schreibt Hügli. Das aktuell schwierige Marktumfeld der Lebensmittelindustrie in Europa führe dazu, dass fast alle Vertriebsdivisionen von der Umsatzabschwächung betroffen seien, namentlich auch das Keyaccount-Geschäft durch tiefere Bestellmengen von Grosskunden.

Besonders belastend wirkten deutliche Umsatzrückgänge mit Eigenmarken der Division Consumer Brands von rund 10%. Dieser Bereich sei zusätzlich betroffen von dynamischen Veränderungen in den Vertriebskanälen und einem stark erhöhten Wettbewerbsdruck. Weiter wirke ein schwächerer Währungseffekt, vor allem durch ein massiv tieferes Britisches Pfund, zusätzlich negativ auf den Umsatzausweis in Schweizer Franken.

Für das Geschäftsjahr 2016 sei entsprechend mit einem Umsatzrückgang in der Grössenordnung von 2% zu rechnen, organisch gesehen. Dank des akquirierten Umsatzes in der Höhe von rund 12 Mio EUR der neuen Tochtergesellschaft werde der Konzernumsatz insgesamt leicht über Vorjahr liegen.

Der Umsatzrückgang drücke zudem trotz Kostenmanagement auf die Ertragskraft. Neu rechnet Hügli im Gesamtjahr mit einer EBIT-Marge von gut 7%, zuvor hatte die Prognose auf knapp 8% gelautet.

In Anbetracht des unbefriedigenden Geschäftsgangs seien Wachstums-Initiativen eingeleitet worden, verbunden mit der Überprüfung von weiterem Kostensenkungspotential, so Hügli weiter. Damit soll die Profitabilität wieder auf das in der Strategie definierte Niveau gesteigert werden.

Bereits im August hatte das Unternehmen die Prognosen vom vergangenen April nach unten revidiert.

(AWP)