Icahn plaudert während Nasdaq-Panne über Apple

Die Panne an der Technologiebörse Nasdaq kam Carl Icahn letzte Nacht gerade gelegen. Über den Nachrichtendienst Twitter informierte der Apple-Aktionär die Öffentlichkeit über die neusten Entwicklungen.
23.08.2013 08:21
Von Lorenz Burkhalter
Icahn plaudert während Nasdaq-Panne über Apple
Bild: Bloomberg

Am Dienstag vor einer Woche informierte der US-Milliardär Carl Icahn die Öffentlichkeit über den Nachrichtendienst Twitter, dass er mit einer substanziellen Beteiligung bei Apple eingestiegen sei. Diese Nachricht ging innerhalb weniger Sekunden um den Börsen-Globus und bescherte den Aktien des amerikanischen Kultunternehmens ein Kursfeuerwerk.

Vergangene Nacht nutzte Icahn den Nachrichtendienst Twitter erneut. Dabei kam ihm die mehrstündige Handelspanne an der Technologiebörse Nasdaq gerade gelegen: Der US-Milliardär schrieb, dass er Kontakt mit Apple-CEO Tim Cook gehabt habe und ihn schon im September zu einem Nachtessen treffe. Grundsätzlich sei Cook einem Aktienrückkaufprogramm gegenüber aufgeschlossen. Thema sei beim Nachtessen deshalb einzig die Höhe des Programms.
 


Tweet von Carl Icahn


Noch vor dem Handelsunterbruch lagen die Aktien von Apple im Angebot. Dank der Intervention des Grossaktionärs stiessen die Papiere nach Wiederaufnahme des Handels dann doch noch in positives Kursterrain vor.

Icahn macht kein Geheimnis aus seinen Forderungen

Wenn Carl Icahn einsteigt, haben die Firmenverantwortlichen für gewöhnlich allen Grund dazu, nervös zu werden. Der US-Milliardär ist bekannt dafür, sich bei unterbewerteten Unternehmen einzunisten. Mit aggressiven Strategien drängt er dann auf Veränderungen, von denen vor allem die Aktionäre profitieren.

Dazu gehören etwa Aktienrückkäufe, Restrukturierungsmassnahmen oder gar der Verkauf des Unternehmens. Meist ist Icahn am Ende um viele Millionen reicher, während die betroffenen Firmen mit den nicht immer positiven Folgen zu kämpfen haben. Icahn kämpft derzeit etwa um die Übernahme von Dell, auch hat er sich bei Transocean eingekauft und sorgt dort für Druck.

Auch nach seinem Einstieg bei Apple macht Icahn kein Geheimnis aus seinen Forderungen. Er verlangt, dass das Unternehmen das bereits laufende Aktienrückkaufprogramm von ursprünglich 100 auf 150 Milliarden Dollar erhöht. Für einen Teil der dafür notwendigen Barmittel soll Apple Fremdkapital, beispielsweise in Form von Anleihen oder Bankkrediten, aufnehmen. Icahn ist überzeugt, dass das Unternehmen mit diesem Vorgehen Aktionärswerte schaffen kann.