«Ich glaube nicht an einen Abschwung»

Die Burkhalter-Gruppe hat 2014 ihr bestes Resultat seit dem Börsengang vor sechs Jahren hingelegt. Warum er weiter sehr positiv für die Elektroinstallations-Gruppe sieht, sagt CEO Marco Syfrig im Video-Interview.
13.04.2015 14:10
Marco Syfrig, CEO und VR-Delegierter der Burkhalter Group.
Bild: cash

Das Elektrotechnik-Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2014 sowohl den Umsatz als auch den Reingewinn deutlich gesteigert. Die Aktionäre sollen an der Geschäftsentwicklung in Form einer höheren Dividende beteiligt werden. Trotz Franken-Turbulenzen und teils schwarzmalerischer Prognosen von Ökonomen für die Schweizer Wirtschaft sieht Marco Syfrig, CEO und Delegierter des Verwaltungsrates bei Burkhalter, keinen Grund zur Sorge.

Burkhalter ist nur in der Schweiz tätig. "Kurz- und mittelfristig hat die Frankenaufwertung gar keine Auswirkungen, denn wir fakturieren nur in Franken", sagt Syfrig im Video-Interview. Vorsichtiger, aber nicht pessimistisch äussert sich Syfrig zu den längerfristigen Folgen der deutlich aufgewerteten Währung: Er persönlich glaube zwar nicht  an einen Rückgang der Wirtschaftsleistung der Schweiz, aber die Zukunft werde es schliesslich zeigen.

Der umstrittene Entscheid der Schweizerischen Nationalbank vom 15. Januar, die Untergrenze zum Euro bei 1,20 Franken nicht mehr zu verteidigen, hat die Gruppe wenig getroffen: Es sei schlicht im Tagesgeschäft untergegangen, sagt Syfrig: "Wir müssen unsere Stunden leisten und werden langfristig so weitermachen."

Auch Konkurrenz aus dem Ausland fürchtet man nicht. In der Schweiz brauche die Konkurrenz eine Lizenz - die könne nicht einfach über die Grenze fahren und Aufträge abwickeln, hatte VR-Präsident Gaudenz Domenig während der Bilanzmedienkonferenz gesagt. Ein stärkerer Wettbewerb aus dem Euroraum sei daher überhaupt kein Thema.

Motivation ist wichtig

Dank der Kapitalerhöhung im vergangenen Jahr sei für Burkhalter die Mitarbeit am Grossprojekt Gotthard Basistunnel aus finanzieller Sicht kein Problem, sagte CEO Syfrig im Video-Interview weiter. Bei einem Dienstleister wie der Burkhard-Gruppe sei aber das wichtigste die Motivation der Mitarbeiter: "Wir sind auch sehr, sehr gut unterwegs für 2015." Das Geschäft dürfte eher noch besser laufen als im vergangenen Jahr, sagte der Firmenchef. Die prozentualen Steigerungen dürften allerdings tiefer seit als 2014.

Bei nun vorgestellten Ergebnis stieg der Umsatz um 3,5 Prozent auf 519,5 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn verbesserte sich um 22 Prozent auf 38,7 Millionen Franken und die entsprechende Marge auf 7,4 Prozent von 6,4 Prozent. Das Konzernergebnis legte um 21 Prozent auf 31,5 Millionen Franken zu.

Im Video-Interview äussert sich Marco Syfrig auch zur Dividende, die dieses Jahr von 4,40 auf 5 Franken angehoben werden soll, und zur Frage, ob dieses Niveau künftig noch erhöht werden könnte. Weiter macht er Angaben zu Zukäufen und Zukaufsmöglichkeiten.

(cash/AWP)