Immobilien-Aktien vor «heissem» Sommer?

Die Politik will die Möglichkeiten für ausländische Investitionen in den Schweizer Immobilienmarkt weiter einschränken. Diese Beteiligungsgesellschaften sind am stärksten betroffen.
30.05.2014 08:12
Von Lorenz Burkhalter
Wäre der UBS zufolge am stärksten von Einschränkungen für Ausländer betroffen: PSP Swiss Property.
Wäre der UBS zufolge am stärksten von Einschränkungen für Ausländer betroffen: PSP Swiss Property.
Bild: ZVG

Kaum ein anderes Thema erhitzt die Gemüter so sehr wie ausländische Investitionen in den hiesigen Immobilienmarkt. Am nächsten Montag befindet der Ständerat nun über zwei Vorlagen, welchen grundlegende Auswirkungen nachgesagt werden. Denn beide sehen zusätzliche Restriktionen für ausländische Investoren vor.

Zumindest die eine der beiden Vorstösse betrifft auch die in der Schweiz kotierten Beteiligungsgesellschaften und kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Einerseits sind im zuvor heiss gelaufenen Immobilienmarkt erste Ermüdungserscheinungen auszumachen und andererseits dürften die im bisherigen Jahresverlauf überraschend stark rückläufigen Zinsen wieder zu klettern beginnen. Den Beteiligungsgefässen und ihren Aktionären steht deshalb ein „heisser“ Sommer bevor.

PSP Swiss Property mit Abstand am stärksten betroffen

Wie die UBS Investmentbank in einem Kommentar schreibt, sieht die eine Vorlage eine Einschränkung bei kommerziellen Liegenschaften vor. In Zukunft müssten diese von den Käufern selber genutzt werden. Der andere Vorschlag sehe ein Kaufverbot für die Aktien von Immobilienbeteiligungsgesellschaften sowie für Immobilienfonds vor.

Dennoch versucht die Grossbank, die Wogen im Kommentar zu glätten. So bleibe unklar, ob und in welchem Umfang die beiden Vorlagen umgesetzt würden. Ausserdem gehe von den beiden Vorlagen zwar negative Signalwirkung für ausländische Investoren aus. Mit Ausnahme von PSP Swiss Property sei der Anteil ausländischer Aktionäre bei den hiesigen Beteiligungsgefässen allerdings überblickbar.

Der verantwortliche Analyst schätzt den Anteil ausländischer Aktionäre bei PSP Swiss Property auf 46 Prozent, bei Mobimo auf 14 Prozent, bei Swiss Prime Site auf 6 Prozent und bei Allreal auf gerademal 4 Prozent. Er glaubt deshalb nicht an einschneidende Folgen für die Kursentwicklung dieser Immobilienbeteiligungsgesellschaften.