Immobilien - Schweizer Baukonjunktur zieht an - viel Bau «auf Halde»

Für die Schweizer Bauwirtschaft zeichnet sich ein weiteres gutes Quartal ab. Der Schweizer Bauindex, der ein Frühindikator für die Umsatzentwicklung im laufenden Quartal ist, zieht im dritten Jahresviertel um 7 auf 146 Punkte an. Im Vergleich zur Vorjahresperiode resultiert ein Plus von 3 Indexpunkten.
31.08.2017 09:37
In der Schweiz wird kräftig gebaut. Baukräne in Altstetten ZH.
In der Schweiz wird kräftig gebaut. Baukräne in Altstetten ZH.
Bild: cash

Der Anstieg ist hauptsächlich auf den Tief- (+7,8%) und den Wirtschaftsbau (+5,2%) zurückzuführen, teilt die Credit Suisse am Mittwoch mit. Die Grossbank erhebt den Index zusammen mit dem Schweizerischen Baumeisterverband vierteljährlich.

Für die zweite Jahreshälfte zeichne sich insgesamt eine Fortsetzung des Hochs ab, und die Umsätze des Vorjahrs dürften gehalten oder gar leicht übertroffen werden, heisst es weiter. Jedoch werde insbesondere im Wohnungs- und Wirtschaftsbau weiterhin teils "auf Halde" gebaut.

Die Credit Suisse schätzt, dass die Anzahl leer stehender Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr erneut um rund 5'000 gestiegen ist. Auch wenn die Aussichten für die nächsten Quartale gut blieben, steige das mittel- bis langfristige Risiko einer markanten Korrektur.

Die Schwierigkeit für die Hochbauunternehmen besteht laut Credit Suisse derzeit darin, die gute Baukonjunktur zu nutzen und gleichzeitig die Investitionen in kostensparende und effizienzsteigernde Methoden und Technologien nicht zu vergessen, um auch bei einem Abschwung der Baukonjunktur konkurrenzfähig zu sein.

(AWP)