Immobilien - Warteck Invest erzielt 2018 Rekordgewinn

Das Immobilienunternehmen Warteck Invest hat im vergangenen Geschäftsjahr 2018 höhere Mieteinnahmen erzielt und auch unter dem Strich mehr verdient.
25.03.2019 07:20
Warteck hat seinen Sitz in Basel.
Warteck hat seinen Sitz in Basel.
Bild: Pixabay

Das Ergebnis erreichte erneut ein Rekordniveau. Gleichzeitig hat Warteck aber den allgemeinen Markttrend zu spüren bekommen, was sich in einer höheren Leerstandsquote geäussert habe. Der Erfolg aus Vermietung stieg um 3,3 Prozent auf 29,0 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Sowohl Akquisitionen als auch die fertiggestellten Entwicklungsprojekte hätten zu dem Anstieg beigetragen.

Allerdings habe sich auch Warteck dem allgemeinen Markttrend nicht entziehen können, schränkt das Unternehmen in seinem Geschäftsbericht ein. "Längere Absorptionszeiten bei neu erstellten oder sanierten Wohnungen in drei Liegenschaften sowie Leerstände in zwei Geschäftsliegenschaften führten im Berichtsjahr zu einer Erhöhung der Leerstandsquote auf 6,0 Prozent", heisst es. Im Vorjahr hatte Warteck die Quote noch auf 3,9 Prozent gesenkt.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT legte um 7,4 Prozent auf 29,7 Millionen zu. Unter Ausklammerung des Neubewertungserfolgs nahm der EBIT 3,0 Prozent auf 24,7 Millionen zu.

Unter dem Strich stieg der Gewinn inklusive des Neubewertungserfolgs um 13,6 Prozent auf 18,7 Millionen, ohne die Neubewertungen legte der Konzerngewinn um 8,9 Prozent auf 14,8 Millionen zu. Den Aktionären stellt Warteck derweil eine unveränderte Dividende von 70 Franken je Anteilsschein in Aussicht.

Zum Jahresende lag der Marktwert des Portfolios bei 782,7 Millionen Franken nach 717,7 Millionen per Ende 2017, die Nettorendite sank allerdings erneut auf 4,0 Prozent nach 4,2 Prozent im Vorjahr.

Tiefzinsumfeld macht sich weiter bemerkbar

Das anhaltende Tiefzinsumfeld hat sich allerdings auch bei Warteck bemerkbar gemacht, heisst es in dem Bericht weiter. Erneut sei viel Kapital in den Immobiliensektor geflossen. Dies habe auf dem Transaktionsmarkt zu steigenden Preisen und nochmals sinkenden Renditen geführt. Auch die Bautätigkeit sei zwar weiter beflügelt worden - mit den entsprechenden Konsequenzen für die Leerstände und die Mieten. So seien nämlich die Leerstände gestiegen, während die Mieten unter Druck gerieten.

In diesem Marktumfeld seien Qualität der Lagen und der Liegenschaften selbst sowie deren Nutzungsflexibilität von zentraler Bedeutung für den Vermarktungserfolg, heisst es mit Blick nach vorne. Warteck Invest verfüge über ein geografisch und nutzungsspezifisch gut diversifiziertes Portfolio, das darüber hinaus über keine Klumpenrisiken in der Mieterschaft verfüge.

Man werde trotz der Herausforderungen am Transaktionsmarkt weiterhin nach attraktiven Akquisitionsgelegenheiten suchen. Daneben werde aber auch der Bestand laufend analysiert, um vorhandene Ertragspotenziale aus Sanierungen, Aufstockungen oder Arealentwicklungen zu identifizieren.

(AWP)

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