Industrie - Aktionäre bekommen bei Huber+Suhner weniger

Der Kabel- und Elektrokomponentenhersteller Huber+Suhner hat im vergangenen Jahr deutlich weniger verdient. Die Dividende wird gesenkt.
13.03.2018 07:43
Eine Produktionshalle von Huber und Suhner.
Eine Produktionshalle von Huber und Suhner.
Bild: ZVG

Der Betriebsgewinn (EBIT) sank um 16,6 Prozent auf 58,1 Mio CHF, wie die in der elektrischen und optischen Verbindungstechnik tätige Gruppe am Dienstag mitteilte. Der Reingewinn fiel um 20,8 Prozent auf 42,1 Mio CHF. Grund für den Rückgang sei der höhere Preisdruck beim Ausbau von Mobilfunknetzen in Schwellenländern, der veränderte Businessmix sowie höhere Investitionen in den Vertrieb sowie in Forschung und Entwicklung, hiess es im Communiqué.

Die Aktionäre sollen nun weniger Dividende erhalten. Der Verwaltungsrat will 1,10 CHF je Aktie ausschütten nach 1,25 CHF im Vorjahr.

Mit den Zahlen hat Huber+Suhner die Vorgaben der Analysten beim Betriebsgewinn übertroffen, beim Reingewinn in etwa erfüllt, bei der Dividende indes leicht verfehlt. Die Experten hatten im Schnitt einen EBIT von 57,1 Mio, einen Gewinn von 42,3 Mio CHF sowie eine Dividende von 1,15 CHF je Titel erwartet.

Die Angaben zum Umsatz hatte Huber+Suhner bereits im Januar veröffentlicht. Dieser wuchs um 5 Prozent auf 774 Mio CHF. Der Auftragseingang nahm 2017 gleichzeitig um 10,7 Prozent auf 826,3 Mio zu.

Der Start ins Geschäftsjahr 2018 verlief für das Unternehmen dank eines soliden Auftragsbestands und einer guten Nachfrage in den Hauptmärkten positiv. Beim Kommunikationsmarkt dürften in den Schwellenländern weiterhin grosse Volumina entstehen, allerdings auch der Preisdruck hoch bleiben. Gleichzeitig sei die Nachfrage nach schnellen Internetverbindungen unverändert hoch und eröffne Chancen in der Anwendung von Glasfasern in die Wohnung.

Aufgrund der guten Auftragslage erwarte Huber+Suhner weiter zu wachsen und die EBIT-Marge im laufenden Jahr wieder in das mittelfristige Zielband von 8-10 Prozent zu steigern. 2017 hatte die EBIT-Marge mit 7,5 Prozent leicht darunter gelegen.

(AWP)