Industrie - Interroll nimmt mehr ein, verdient aber weniger

Interroll hat den Umsatz im ersten Halbjahr gesteigert.
04.08.2017 07:35
Hersteller von internen Logistik-Lösungen.
Hersteller von internen Logistik-Lösungen.
Bild: iNg

Das Ergebnis war jedoch rückläufig, wie der Tessiner Logistiktechnik-Anbieter am Freitag mitteilt. Das Unternehmen verweist auf höhere Investitionen und Forschungs- und Entwicklungsausgaben. Der Umsatz stieg um 8,6 Prozent auf rekordhohe 203,3 Mio CHF. Organisch betrug das Plus 8,2 Prozent und in Fremdwährungen rund 11 Prozent. Auch der Auftragseingang erreichte mit +13 Prozent einen Höchststand von 244,5 Mio CHF, wie es weiter heisst.

Hingegen verringerte sich der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA im Halbjahr um 4,0 Prozent auf 29,6 Mio CHF und auf Stufe EBIT um 6,8 Prozent auf 20,5 Mio. Die entsprechenden Margen sanken entsprechend auf 14,6 Prozent von 16,5 Prozent im Vorjahr (EBITDA) und auf 10,1 Prozent von 11,7 Prozent (EBIT). Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 15,3 Mio, das sind 3,1 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Ergebnisse liegen damit beim Umsatz leicht über, bei den Ergebnissen jedoch unter den Schätzungen. Die befragten Analysten hatten im Durchschnitt einen Umsatz von 198,9 Mio CHF, einen EBITDA von 32,8 Mio, einen EBIT von 23,7 Mio und einen Reingewinn von 17,3 Mio erwartet.

Das Unternehmen nennt als Gründe für den Gewinnrückgang im Wesentlichen die Forschungs- und Entwicklungskosten für neue Produkte und Services. Die Bruttoinvestitionen stiegen um rund 54 Prozent auf 9,7 Mio CHF. Insbesondere in Deutschland wurden für das Globale Kompetenzzentrum für Rollen in Wermelskirchen Kapazitäten weiter ausgebaut und für das Regionale Kompetenzzentrum für Gurtkurven in Kronau Landreserven zugekauft, heisst es weiter.

Alle Regionen verzeichnen Bestellzuwächse, schreibt Interroll weiter. In den Produktgruppen Rollers, Drives sowie Conveyors & Sorters wurde starke Nachfrage verbucht. Hingegen sank der Umsatz bei Pallet & Carton Flow. Auf eine konkrete Guidance für das Gesamtjahr verzichtet das Management. Angesichts des Rekordbestelleingangs blicke man positiv ins zweite Halbjahr 2017, heisst es lediglich.

(AWP)