Industrie - Umsatz- und Gewinnrückgang bei Inficon

Das Messtechnikunternehmen Inficon hat im ersten Quartal 2019 sowohl bei Umsatz, Betriebsgewinn und Nettoergebnis Rückgänge verbucht.
17.04.2019 07:53
Lukas Winkler ist CEO von Inficon.
Lukas Winkler ist CEO von Inficon.
Bild: cash

Die Nachfrageschwäche aus der Halbleiterindustrie hat sich fortgesetzt, das Management rechnet aber mit einem stärkeren zweiten Halbjahr. Die Guidance vom März wird bekräftigt.

Die Halbleiterindustrie und die Hersteller von Bildschirmen mit ihrem Schwerpunkt in Asien und China leiden derzeit besonders stark von der Unsicherheit rund um den Handelsstreit zwischen den USA und China. Die Unternehmen halten sich mit Investitionen zurück. Auch die Automobilbranche, ein weiterer Zielmarkt von Inficon, hatte in den vergangenen Monaten mit schwächeren Absatzzahlen zu kämpfen.

Der Umsatz sank gegenüber der Vorjahresperiode um rund 14 Prozent auf 95,7 Millionen US-Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT verringerte sich um 32 Prozent auf 16,7 Millionen Dollar, während die entsprechende Marge 17,5 Prozent betrug nach 22,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn schliesslich lag ebenfalls rund 32 Prozent tiefer bei 12,8 Millionen.

Erwartungen der Analysten zumeist getroffen

Damit hat Inficon die Erwartungen der Analysten zumeist getroffen, einzig das Nettoergebnis lag etwas tiefer. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 95,5 Millionen Dollar, für den EBIT bei 16,7 Millionen und für den Reingewinn bei 13,1 Millionen.

Das Unternehmen verweist im Jahresvergleich auf die akquisitionsbedingt gestiegenen Ausgaben für Forschung & Entwicklung und dem Kostenblock für Verwaltungs- und Vertriebsausgaben, der auch die höheren Mitarbeiterzahlen wiederspiegelt.

Im wichtigsten Zielmarkt Semi & Vacuum Coating habe sich das Geschäft mit den Anlagenherstellern verlangsamt, was auf die geringere Nachfrage der asiatischen und insbesondere der chinesischen Kunden zurückzuführen sei. Europa und Nordamerika entwickelten sich recht stabil, wie es weiter hiess. Der Umsatz ging um 25 Prozent auf 39,2 Millionen Dollar zurück, zum Vorquartal um 3,4 Prozent. Hier rechnet das Unternehmen mit einem stärkeren zweiten Halbjahr.

Bei General Vacuum betrug das Minus zum Vorjahr 5,5 Prozent auf 29,3 Millionen Dollar. Im Bereich Refrigeration, Air Conditioning & Automotive konnte sowohl der Umsatz im Jahresvergleich (+2,9 Prozent) als auch zum Vorquartal (+16 Prozent) gesteigert werden. Auch für den weiteren Jahresverlauf werden die Aussichten hier als positiv bezeichnet.

Das traditionell volatile Segment Security & Energy verbuchte ein Minus von 13 Prozent auf 5,8 Millionen US-Dollar. Hier kommt es aufgrund grossvolumiger Aufträge von staatlichen Stellen auf Quartalssicht oft zu deutlichen Schwankungen.

Die Ziele für das Gesamtjahr 2019 werden bekräftigt. Für das laufende Jahr peilt das Management einen Umsatz von rund 400 Millionen US-Dollar an sowie eine Betriebsgewinnmarge von rund 19 Prozent.

(AWP)

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