IndustriestandortPharmaindustrie investierte 2016 in der Schweiz kräftig

Der Standort Schweiz ist wichtig für die Pharma-Industrie. Wie wichtig, zeigt ein Blick auf die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E).
06.07.2017 14:10
Blick über den Rhein auf den Roche-Tum im Kleinbasel.
Blick über den Rhein auf den Roche-Tum im Kleinbasel.
Bild: cash

Von den insgesamt 98 Mrd CHF, die die Mitglieder des Branchenverbandes Interpharma im vergangenen Jahr in F&E investierten, flossen 7 Mrd in die Schweiz, wie am Donnerstag aus der jüngsten Jahresstatistik des Verbandes hervorgeht.

Damit gaben sie in der Schweiz rund doppelt so viel für F&E aus, wie sie hier Umsatz erzielten. Besonders viel beigetragen hätten die drei Firmen Actelion, Novartis und Roche, die ihren Hauptsitz in der Schweiz haben. Bei den restlichen 21 dem Verband angeschlossenen Mitgliedern handelt es sich um internationale Konzerne.

Darüber hinaus hätten verschiedene Interpharma-Firmen in der Schweiz rund eine 0,5 Mrd CHF in Anlagen wie technische Geräte, Maschinen, Gebäude- und Betriebsausstattung investiert. Beides schlage sich in einem Personalbestand auf hohem Niveau nieder. Damit sei die Pharmaindustrie ein tragender Pfeiler der schweizerischen Volkswirtschaft, folgert der Verband.

Unterstrichen werden die Aussagen mit Statistiken zum Aussenhandel. 2016 seien Pharmaprodukte im Wert von über 80 Mrd CHF exportiert worden, was eine Zunahme von 14% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die Pharmaexporte machen in der Schweiz mehr als ein Drittel aller Ausfuhren aus. Und mit einem Anteil von 53% aller Pharmaexporte sei Europa nach wie vor die wichtigste Exportdestination.

(AWP)