Inflation in der Euro-Zone zeiht leicht an

Die Inflation im Euro-Raum hat im Oktober von niedrigem Niveau aus angezogen.
31.10.2016 11:30
Die Energiepreise entwickeln sich in der Euro-Zone zwar weiterhin negativ, aber nicht mehr im gleichen Tempo wie noch zu Jahresbeginn.
Die Energiepreise entwickeln sich in der Euro-Zone zwar weiterhin negativ, aber nicht mehr im gleichen Tempo wie noch zu Jahresbeginn.
Bild: Pixabay

Wie das Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte, lagen die Konsumentenpreise 0,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das ist die höchste Rate seit Juni 2014. Im September hatte die Teuerung 0,4 Prozent betragen. Bankökonomen hatten mit der aktuellen Entwicklung gerechnet.

Ausschlaggebend für die etwas höhere Teuerung war die Entwicklung der Energiepreise. Diese sind im Jahresvergleich zwar weiterhin rückläufig, allerdings fällt der Rückgang deutlich moderater aus als noch in den Vormonaten. Im Oktober betrug der Rückgang zum Vorjahresmonat 0,9 Prozent, nach Raten von minus 3,0 Prozent im September und minus 5,6 Prozent im August. Der Preisauftrieb von Nahrungsmitteln schwächte sich unterdessen etwas ab. Industriegüter verteuerten sich kaum, Dienstleistungen waren 1,1 Prozent teurer.

Dass die langsam steigende Inflation vor allem auf den Energiesektor zurückgeht, zeigt auch die Kerninflation, die diesen Bereich ausklammert. Sie lag im Oktober wie schon in den beiden Vormonaten bei 0,8 Prozent. Die Kernteuerung gibt den grundlegenden Preistrend an.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hatte sich zuletzt unzufrieden mit der Entwicklung der Kerninflation gezeigt. Wegen des schwachen allgemeinen Preisauftriebs, der zeitweise sogar ins Minus gerutscht war, hat die EZB ihre Geldpolitik massiv gelockert - ein Vorgehen, das vor allem in Deutschland auf Kritik stösst.

(AWP)