Inflation in Eurozone legt etwas zu

Die Inflation im Euroraum hat im September erwartungsgemäss etwas zugelegt.
30.09.2016 11:05
Euro-Symbol vor der ehemaligen Europäischen Zentralbank in Frankfurt.
Euro-Symbol vor der ehemaligen Europäischen Zentralbank in Frankfurt.
Bild: cash

Wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte, erhöhten sich die Konsumentenpreise zum Vorjahresmonat um 0,4 Prozent. Das ist die höchste Rate seit Januar. Analysten hatten die Entwicklung erwartet.

Grund für den etwas stärkeren Preisauftrieb ist die Entwicklung der Energiepreise. Diese sind im Jahresvergleich zwar immer noch rückläufig, allerdings nicht mehr so stark wie in den Monaten zuvor. Im September lagen sie 3,0 Prozent tiefer als im Vorjahresmonat, nach 5,6 Prozent im August und 6,7 Prozent im Juli.

Der grundlegende Preisdruck bleibt jedoch verhalten, wie die Kerninflation zeigt, die Energie und Lebensmittel aussen vor lässt. Sie lag im September unverändert bei 0,8 Prozent. Der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln schwächte sich ab. Industriegüter waren 0,3 Prozent teurer als vor einem Jahr, Dienstleistungen verteuerten sich um 1,2 Prozent.

Die Inflation liegt nach wie vor deutlich unterhalb des Preisziels der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent. Weil die EZB in der Verfehlung eine Wachstumsbremse sieht, hat sie ihre Geldpolitik stark gelockert.

(AWP)