Inflationsziel in weiter Ferne - In Japan ziehen die Preise weiter kaum an

In Japan bleibt der Preisauftrieb trotz einer leichten Besserung in den vergangenen Monaten schwach. Dies gilt auch als ein Beleg für die maue Entwicklung der Wirtschaft.
26.05.2017 07:03
Der Preisindex für Konsumgüter nahm nur leicht zu: Werbung für Restaurant-Essen in Tokio.
Der Preisindex für Konsumgüter nahm nur leicht zu: Werbung für Restaurant-Essen in Tokio.
Bild: cash

 Im April zog der bei den Währungshütern besonders im Fokus stehenden Preisindex für Konsumgüter ohne frische Lebensmittel zum vierten Mal in Folge an.

Der Index stieg nach Angaben der Regierung vom Freitag im April im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent - nach einem Plus von 0,2 Prozent im März. Der Zugewinn fiel allerdings etwas geringer aus als Experten erwartet hatten. Zudem ist der Anstieg weiter weit vom Ziel der Notenbank und der Regierung einer Inflationsrate in Höhe von 2 Prozent entfernt.

In Japan ist die Preisentwicklung schon seit langem vergleichsweise schwach. Dies gilt auch als ein Beleg für die maue Entwicklung der Wirtschaft. Zudem besteht die Gefahr, dass Verbraucher Kaufentscheidungen in der Hoffnung auf sinkende Preise aufschieben. Japans Währungshüter versuchen seit geraumer Zeit mit einer extrem lockeren Geldpolitik gegen die schwache Preisentwicklung vorzugehen.

Mehrfach hat die Bank of Japan ihren Kurs verschärft, zuletzt sogar in Richtung einer direkten Zinssteuerung am Kapitalmarkt. Der Erfolg dieser aggressiven Politik hält sich jedoch in Grenzen. Notenbankchef Haruhiko Kuroda musste zuletzt die Inflationsprognose für das bis Ende März 2018 laufende Fiskaljahr leicht senken.

(AWP)