Investieren in Fonds - Passiv verwaltete US-Aktienfonds auf der Überholspur

Im August verfügten passiv verwaltete US-Aktienfonds erstmals über höhere Anlagen als aktiv gemanagte Fonds.
29.09.2019 16:22
In aktive oder passive Fonds investieren? Das ist keine einfache Frage.
In aktive oder passive Fonds investieren? Das ist keine einfache Frage.
Bild: Pixabay

Investor Michael Burry, der durch den Film ”The Big Short” berühmt wurde, hat möglicherweise ein negatives Schlaglicht auf passive Fonds geworfen. Aber die Anleger sollten sich keine grauen Haare darüber wachsen lassen, welche Fonds die besten sind. Stattdessen sollte eine erfolgreiche Strategie laut der Vanguard Group ein Portfolio umfassen, das kostengünstig, diversifiziert und diszipliniert ist.

Aktives Investieren im Vergleich zu passivem ist schon seit einer Weile ein heisses Thema, insbesondere nachdem passiv verwaltete US-Aktienfonds im August erstmals über höhere Anlagen verfügte als aktiv gemanagte Fonds. Jedoch ist keiner der beiden Anlagestile der wichtigste Faktor für den Erfolg eines Investors, sagt Todd Schlanger, ein führender kanadischer Investmentstratege bei Vanguard, gegenüber Bloomberg News.

“Es gibt kein universelles Argument für passives Investieren, da nicht alle Indizes diversifiziert und kostengünstig sind. Umgekehrt sind nicht alle aktiven Fonds teuer und konzentriert“, sagte Schlanger. Vielmehr können Anleger Erfolg haben, wenn sie ein diversifiziertes Portfolio aufbauen, ihre Verwaltungskosten niedrig halten und bei der Umsetzung ihrer Anlagestrategie diszipliniert vorgehen.

Kosten als Hauptfaktor, um passive Fonds zu kaufen

In einer kürzlich erschienenen Analyse untersuchte Schlanger die sieben häufigsten Mythen im Zusammenhang mit aktivem und passivem Investieren. Bei der Frage, welcher Anlagestil besser ist, zeigen seine Untersuchungen, dass die passive Strategie ein “guter Ausgangspunkt“ für Investoren ist, da sie dazu beitragen kann, die Kosten zu senken und die Strategie diszipliniert zu halten. Für Anleger kann es sich jedoch langfristig lohnen, wenn sie Zugang zu ausgezeichneten Fondsmanagern mit kostengünstigen Optionen haben und bei ihrer Anlagestrategie geduldig sind.

Tatsächlich waren die Kosten einer der Hauptantriebsfaktoren für Anleger, in passive Fonds zu gehen, verglichen mit den aktiven Pendants. Der Trend zu kostengünstigen Investments zeigt sich auch innerhalb des Universums der börsengehandelten Fonds, da Produkte, für die eine Gebühr von höchstens 1 Dollar pro 1000 investierte Dollar verlangt wird, in diesem Jahr mehr als 70% der Mittelzuflüsse verzeichneten, zeigen von Bloomberg zusammengestellte Daten.

“Anleger, die unsere Anlagegrundsätze beherzigen, klare und angemessene Ziele zu verfolgen, ausgewogene und diversifizierte Portfolios aufzubauen, die Anlagekosten zu minimieren und die langfristige Perspektive und Disziplin zu wahren, können mit aktiven, passiven oder einer Kombination beider Strategien Anlageerfolge erzielen“, schrieb Schlanger in seiner Analyse.

(Bloomberg)