Investmentbank - Goldman Sachs überprüft Rohstoff-Geschäft nach üblem Jahresstart

Die US-Investmentbank Goldman Sachs schaut sich laut Kreisen nach einem äusserst tristen ersten Halbjahr ihr Rohstoff-Geschäft an.
03.07.2017 12:28
Der noch grüne Rohkaffee: Das Geschäft mit Rohstoffen lief Goldman Sachs in diesem Jahr nicht so gut.
Der noch grüne Rohkaffee: Das Geschäft mit Rohstoffen lief Goldman Sachs in diesem Jahr nicht so gut.
Bild: Pixabay

Die Sparte sei eines der Themen auf einer Sitzung des Verwaltungsrats im vergangenen Monat in London gewesen, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Verweis auf eingeweihte Personen. Es sei aber keine Entscheidung getroffen worden und es könne auch sein, dass letztlich im Wesentlichen alles beim Alten bleibe.

Die im ersten Quartal verspürte Schwäche im Rohstoff-Geschäft habe angehalten, schrieb Bloomberg weiter. Es sei der schlechteste Jahresauftakt seit mehr als zehn Jahren gewesen. "Rohstoffe waren und sind ein wichtiges Geschäft für unsere Kunden", erklärte ein Banksprecher gegenüber Bloomberg. "Wir werden weiter darin investieren, um sicherzustellen, dass wir die Bedürfnisse unserer Kunden bestmöglich erfüllen."

Nach Daten des Analysehauses Coalition sind die Erlöse der grossen Banken im Rohstoff-Geschäft 2016 branchenweit auf den niedrigsten Stand seit elf Jahren gefallen. Goldman gehört zu den führenden Häusern in diesem Bereich. Andere Banken habe ihr Rohstoff-Geschäft sukzessive zurückgefahren.

(AWP)