Italienische Krisenbanken versuchen Befreiungsschlag zu zweit

Unter dem Druck fauler Kredite sondierern die italienischen Regionalinstitute Banca Popolare di Vicenza und Veneto Banca eine Fusion und wollen zugleich Problemdarlehen im Volumen von acht Milliarden Euro losschlagen.
16.12.2016 07:09
Italiens Krisenbanken suchen nach Lösungen.
Italiens Krisenbanken suchen nach Lösungen.
Bild: cash

Wie die Kreditfirma Credito Fondiario am Donnerstag mitteilte, könnten die Papiere im Verlauf des kommenden Jahres verkauft werden. Die beiden Institute waren unlängst vom Bankenrettungsfonds Atlante vor dem Kollaps bewahrt worden. Im Auftrag von Atlante prüft Credito Fondiario nun eine Teilveräußerung des Kreditportfolios.

Insidern zufolge will die jüngst ernannte Regierung von Ministerpräsident Paolo Gentiloni den beiden Geldhäusern ebenso wie der besonders schwer angeschlagenen Bank Monte Paschi notfalls 15 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Als Folge der jahrelangen Wirtschaftsflaute haben Italiens Geldinstitute Problemdarlehen in Höhe von 356 Milliarden Euro angehäuft. Der Bankensektor gilt zudem als zersplittert und reformbedürftig, da beispielsweise das dichte Filialnetz die Kosten der zumeist wenig rentabel arbeitenden Geldinstitute in die Höhe treibt.

(Reuters)