Italiens grösste Banken brauchen dickere Kapitalpuffer

Die drei grössten italienischen Banken UniCredit, Intesa Sanpaolo und Monte dei Paschi brauchen wegen ihrer Bedeutung für das nationale Finanzsystem eine stärkere Kapitaldecke.
01.12.2016 09:01
UniCredit-Zentrale in Mailand.
UniCredit-Zentrale in Mailand.
Bild: Bloomberg

Die Geldhäuser seien als systemrelevant eingestuft worden und müssten deswegen von 2018 an einen zusätzlichen Kapitalpuffer aufbauen, teilte die italienische Notenbank am Mittwochabend mit. Er muss bis 2021 schrittweise erhöht werden: bei UniCredit auf ein Prozent der risikogewichteten Bilanzsumme (RWA), bei Intesa auf 0,75 Prozent und bei Monte dei Paschi auf 0,25 Prozent. Die HVB-Mutter UniCredit ist als einzige Bank des Landes ohnehin als "global systemrelevant" eingestuft und muss deshalb mehr Kapital vorhalten als andere Institute.

Die italienischen Banken gelten als unterkapitalisiert und ächzen unter einem Berg fauler Kredite. Monte dei Paschi versucht gerade mit einem Kraftakt, rund fünf Milliarden Euro frisches Kapital aufzutreiben, ohne den Staat zur Kasse bitten zu müssen. Der neue UniCredit-Chef Jean Pierre Mustier stellt Mitte Dezember seine Strategie vor. Teil davon dürfte laut Insidern auch eine Kapitalerhöhung um bis zu 13 Milliarden Euro sein. 

(Reuters)