IW-Studie - Deutsche Firmen trotz US-Protektionismus optimistisch

Die von US-Präsident Donald Trump angestossene Abschottungspolitik im Handel kann den Optimismus deutscher Unternehmen nicht trüben.
16.04.2018 11:07
Eine Mitarbeiterin bei der Montage in einem VW-Werk.
Eine Mitarbeiterin bei der Montage in einem VW-Werk.
Bild: Bloomberg

31 Prozent der vom arbeitgebernahen IW-Institut befragten Firmen erwarten für 2018 ein Plus im Exportgeschäft. Wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Montag weiter mitteilte, rechnen nur knapp zehn Prozent mit einem Rückgang. Laut der Studie auf Basis von mehr als 2800 befragten Unternehmen erwarten mehr als die Hälfte der Firmen ein Produktionsplus. 45 Prozent stellen sich auf höhere Investitionen ein, 46 Prozent wollen auch ihr Personal weiter aufstocken. Das IW prognostiziert, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland angesichts voller Auftragsbücher und einer rund laufenden globalen Konjunktur 2018 und auch 2019 um jeweils zwei Prozent zulegen wird.

"Eine Eskalation der aktuellen Handelsauseinandersetzungen mit weitergehenden globalen negativen Auswirkungen kann jedoch die deutsche Wirtschaft empfindlich treffen und das Wachstum im kommenden Jahr nahezu halbieren", warnte IW-Direktor Michael Hüther in Berlin. "Die mäandernde Rhetorik" des US-Präsidenten verstöre immer mehr und verunsichere Investoren. Dies könne weitere Problemlagen wie eine Finanzmarktkrise in China oder in Europa nach sich ziehen. Das derzeitige Tempo der globalen Wirtschaftsentwicklung werde sich 2019 nicht ganz halten lassen. In ihrer Prognose gehen die Forscher allerdings davon aus, dass der Protektionismus den Welthandel in diesem und im nächsten Jahr nicht ernsthaft beeinträchtigen wird.

(Reuters)