Jagd nach Steuerhinterzieher - Italien fordert die Namen von fast 10'000 CS-Kunden

Die italienische Finanzpolizei (Guardia di Finanza) fordert von ihren Schweizer Kollegen Informationen über die Inhaber von 9953 Konten bei der Credit Suisse.
20.07.2017 14:10
Der Hauptsitz der Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich.
Der Hauptsitz der Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich.
Bild: Manuel

Flickr, Lizenz CC BY-NC-ND 2.0

Auf den Konten liegt ein Vermögen von 6,68 Milliarden Euro. Der Antrag folge auf eine Untersuchung der Mailänder Staatsanwaltschaft gegen die Bank, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Nach einer gründlichen Analyse in Zusammenarbeit mit der Steuerbehörde seien zuvor bereits 3297 Bankbeziehungen von Italienern identifiziert worden, woraus der italienischen Staatskasse fast 173 Millionen Euro an Steuern, Bussgeldern und Zinsen zugeflossen sind.

Von der Grossbank heisst es dazu gegenüber AWP am Donnerstag, im Dezember 2016 habe der zuständige italienische Richter eine im Oktober 2016 erzielte Einigung der Credit Suisse mit den italienischen Behörden genehmigt. Die gerichtliche Genehmigung habe die Untersuchung der italienischen Behörden in Bezug auf das grenzüberschreitende Geschäft der Credit Suisse mit Italien für den Zeitraum von 2008 bis 2015 beendet.

Die Credit Suisse erachtet die Untersuchung des grenzüberschreitenden Geschäfts durch die italienischen Behörden damit als abgeschlossen.

(AWP)