Japan kann die Deflation nicht stoppen

In Japan sind die Konsumentenpreise im Juli den fünften Monat in Folge gesunken. Trotz ihrer ultralockeren Geldpolitik gelingt es der Notenbank offenbar nicht, die seit Jahren andauernde Deflation zu stoppen.
26.08.2016 07:07
In Japan sinken die Preise weiter. Die Notenbank peilt jedoch eine Inflation von 2 Prozent an.
In Japan sinken die Preise weiter. Die Notenbank peilt jedoch eine Inflation von 2 Prozent an.
Bild: cash

Die Preise gingen um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück, wie aus Regierungsdaten vom Freitag hervorgeht. Dies ist der stärkste Rückgang seit über drei Jahren.

Experten waren von einem Rückgang von 0,4 Prozent ausgegangen. Damit steht die Notenbank unter dem Druck, ein bereits umfassendes Konjunkturprogramm auszuweiten. Trotz ihrer ultralockeren Geldpolitik ist es der Notenbank nicht gelungen, die seit Jahren andauernde Deflation zu stoppen. Von ihrem Ziel einer Inflation von 2 Prozent ist die Notenbank noch weit entfernt.

Die Daten für die Hauptstadt Tokio, die bereits einen Monat vor denen für das gesamte Land bekanntgegeben werden, zeigen für den Monat August eine ähnliche Tendenz. Hier sanken die Preise um 0,4 Prozent im Vergleich zum August 2015. Experten hatten für Tokio mit einem Rückgang von 0,3 Prozent gerechnet.

(AWP)