Jemen-Krieg - Neuer Schlag der Huthi-Rebellen gegen Saudi-Arabien

Die Huthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Angaben bei einem Angriff nahe der Grenze zu Saudi-Arabien Tausende Soldaten gefangengenommen.
28.09.2019 19:55
Der Nahe Osten kommt nicht zur Ruhe.
Der Nahe Osten kommt nicht zur Ruhe.
Bild: Pixabay

Zudem seien Hunderte Armeefahrzeuge erobert worden, teilte ein Sprecher der mit dem Iran verbündeten Miliz am Samstag mit. Dabei gehe es um Truppen und Ausrüstung von drei "feindlichen Militärbrigaden". Auch mehrere Offiziere sollen sich demnach unter den Festgehaltenen befinden. Die Offensive der Huthis habe ihren Anfang bereits vor 72 Stunden nahe der Stadt Nadschran genommen, fügte der Sprecher hinzu. Von Saudi-Arabien lag zunächst keine Stellungnahme vor. Reuters konnte die Angaben zunächst nicht verifizieren.

Saudi-Arabien kämpft mit einer Militärallianz im Jemen gegen die Huthi-Rebellen, die wiederum vom Iran unterstützt werden. Der Konflikt im Jemen gilt als Stellvertreterkrieg zwischen dem sunnitischen Saudi-Arabien und dem schiitischen Iran, die um die Vorherrschaft in der Golf-Region ringen.

In den vergangenen Wochen hatten die Spannungen dort deutlich zugenommen. Mitte September waren wichtige Ölanlagen Saudi-Arabiens mit Drohnen angegriffen und zerstört worden. Die Ölproduktion des Königreichs musste daraufhin vorübergehend deutlich gedrosselt werden. Die Huthis reklamierten die jüngsten Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien für sich. Das Königreich und Vertreter der verbündeten US-Regierung machen dagegen den Iran dafür verantwortlich. Die Regierung in Teheran hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Nach den Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien wollen die USA nach Angaben des Verteidigungsministeriums Patriot-Raketen und 200 Soldaten in das verbündete Königreich verlegen. Auch vier Radar-Systeme sollen die saudiarabische Abwehr stärken.

(Reuters)