Jobdaten vom Mai - US-Wirtschaft schafft enttäuschend wenig neue Arbeitsplätze

In der US-Wirtschaft sind im Mai weniger Jobs als erwartet entstanden.
02.06.2017 14:45
Weniger neue Jobs im Mai als erwartet: Die US-Wirtschaft enttäuscht die Anleger.
Weniger neue Jobs im Mai als erwartet: Die US-Wirtschaft enttäuscht die Anleger.
Bild: pixabay.com

Unternehmen und Staat stellten zusammen 138'000 neue Mitarbeiter ein, wie die Regierung in Washington am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 185'000 gerechnet. Zudem entstanden in den beiden Vormonaten zusammen 66'000 Stellen weniger als bislang angenommen.

Dennoch fiel die separat ermittelte Arbeitslosenquote im zu Ende gehenden Monat auf das 16-Jahres-Tief von 4,3 Prozent. Der Dollar geriet nach Bekanntgabe der Daten unter Druck: Der Euro legte auf 1,1265 Dollar zu, nachdem er zuvor bei 1,1216 Dollar gelegen hatte.

Experten rechnen ungeachtet der schwächer als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten mit weiteren Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed. Diese erhöhte ihren Leitzins zuletzt im März auf 0,75 bis 1,0 Prozent. Die Finanzmärkte erwarten noch in diesem Monat eine Anhebung um 0,25 Punkte. In der zweiten Jahreshälfte könnte es weitere Schritte nach oben geben.

Die Konjunktur hat nach einem schwachen Jahresauftakt zuletzt an Schwung gewonnen. Stieg das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal nur mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,2 Prozent, hält der regionale Fed-Ableger von Atlanta im laufenden zweiten Quartal 4,0 Prozent für möglich. Höhere Zinsen können die Gefahr einer Überhitzung eindämmen, da sie Kredite verteuern und damit die Nachfrage drücken.

(Reuters)