JP Morgan rechnet nicht mehr mit schärferen EZB-Strafzinsen

Die amerikanische Investmentbank JP Morgan rechnet nicht mehr mit einer weiteren Verschärfung der Strafzinsen in der Euro-Zone.
23.08.2016 14:36
JP Morgan glaubt nicht an eine weitere Zinssenkung im Euroraum.
JP Morgan glaubt nicht an eine weitere Zinssenkung im Euroraum.
Bild: cash

Von den aktuellen Konjunkturdaten zum Wachstum sowie von der Währungsseite her gebe es keinen Handlungsdruck für die EZB, schrieben die Experten des Bankhauses in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Bisher waren die Volkswirte des US-Geldhauses davon ausgegangen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Einlagenzins auf minus 0,5 von aktuell minus 0,4 Prozent herabsenken wird.

"Wir nehmen die Zinssenkung komplett aus unseren Prognosen raus", hiess es in der Kurzstudie der US-Bank. Jegliche Herabsetzung würde wahrscheinlich auch auf internen Widerstand stoßen. Institute im Euro-Raum müssen bereits seit 2014 Strafzinsen zahlen, wenn sie bei der Notenbank über Nacht Geld parken. Die JP-Morgan-Experten rechnen allerdings weiterhin damit, dass die EZB ihr billionenschweres Anleihen-Kaufprogramm über Ende März 2017 hinaus verlängert. Sie erwarten aber nicht mehr, dass dies schon auf der nächsten EZB-Zinssitzung im September angekündigt wird.

(Reuters)