Julius Bär steigert Kundenvermögen stärker als erwartet

Die Vermögensverwaltungsgruppe Julius Bär weist per Ende Oktober 327 Milliarden Franken verwaltete Vermögen aus. Das ist mehr als vom Markt erwartet. Nach Börsenstart legt die Aktie 1,1 Prozent zu.
17.11.2016 07:35
Das Logo von Julius Bär.
Das Logo von Julius Bär.
Bild: Bloomberg

Die Julius Bär Gruppe hat per Ende Oktober 2016 Vermögen (AuM) 327 Mrd CHF verwaltet, gegenüber 311 Mrd CHF per Ende Juni. Dies entspreche einem Rekordwert, wie Julius Bär am Donnerstag in einem Zwischenbericht zu den ersten zehn Monaten mitteilte. Der annualisierte Netto-Neugeldzufluss lag bei knapp 4 Prozent und damit am unteren Ende des mittelfristigen Zielbereichs von 4-6 Prozent. Seit Ende 2015 nahmen die verwalteten Vermögen um 27 Mrd oder um 9 Prozent zu.

Die Entwicklung der verwalteten Vermögen seit Jahresbeginn war gemäss Mitteilung geprägt von anhaltenden Netto-Neugeldzuflüssen, einer positiven Marktentwicklung, der per 1. April 2016 erstmaligen Konsolidierung von Kairos Investment Management SpA (Kairos) mit verwalteten Vermögen von knapp 9 Mrd CHF sowie der Akquisition der Commerzbank International S.A. Luxembourg (CISAL) mit verwalteten Vermögen von fast 3 Mrd. Analysten (AWP-Konsens) hatten mit verwalteten Vermögen von lediglich 320 Mrd gerechnet.

Diese positiven Faktoren seien teilweise beeinträchtigt worden durch negative Währungseinflüsse, hauptsächlich aufgrund der Frankenstärke gegenüber dem Britischen Pfund und dem US-Dollar, so Julius Bär weiter.

Bruttomarge tiefer

Mit Ausnahme von Lateinamerika hätten alle Regionen zum Nettoneugeldwachstum beigetragen. Basierend auf den Neueinstellungen von Kundenberatern und den aktuellen Aussichten für das Netto-Neufeld werde erwartet, dass sich dieses im Jahr 2017 verbessern und klar im Zielbereich von 4-6 Prozent liegen werde, heisst es weiter.

Die Kundentransaktionsvolumina dagegen haben trotz leichten Verbesserungen in Asien in den vier Monaten seit Ende Juni deutlich abgenommen. Die Bruttomarge verringerte sich infolgedessen in den ersten zehn Monaten auf knapp über 91 Basispunkte (BP), verglichen mit knapp 95 BP im Halbjahr 2016.

Der Margenrückgang habe durch Fortschritte bei den Kostensenkungsmassnahmen und dank positiven Auswirkungen aus einer Änderung des Pensionskassenplans in der Schweiz weitgehend kompensiert werden können. In der Folge lag die Cost/Income Ratio in den ersten zehn Monaten 2016 knapp am oberen Ende des Zielbereichs von 64-68 Prozent, den die Gruppe mittelfristig erreichen will.

Die Kapitalisierung bleibt weiterhin solid. Ende September 2016 betrugen die BIZ Gesamtkapitalquote 18,2 Prozent und die BIZ Kernkapitalquote (CET1) bei 16,2 Prozent. Damit seien die minimal angestrebten Zielwerte der Gruppe übertroffen worden, heisst es.

(AWP)