Julius Bär und LGT wollen angeblich Asien-Geschäft von ABN Amro

Der Zürcher Vermögensverwalter Julius Bär sowie die Liechtensteiner LGT Bank sind laut Agenturberichten an einer Übernahme des Vermögensverwaltungsgeschäft von ABN Amro in Asien interessiert.
25.10.2016 08:25
Filiale der niederländischen Bankengruppe ABN Amro im Zentrum von Amsterdam.
Filiale der niederländischen Bankengruppe ABN Amro im Zentrum von Amsterdam.
Bild: cash

Die niederländische ABN Amro suche derzeit Käufer für ihr Geschäft in der Region, das verwaltete Vermögen von rund 20 Mrd USD umfasse, heisst es in Berichten der Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg vom Dienstag. Die in Singapur ansässige DBS Gruppe sei ebenfalls an einem Kauf interessiert.

Gemäss den Berichten, die sich auf "involvierte Personen" berufen, dürfte der Kaufpreis etwa 300 bis 350 Mio USD betragen. Das würde etwa 1,5 Prozent bis 1,75 Prozent der verwalteten Vermögen entsprechen. Die interessierten Institute würden sich nun die detaillierten Unterlagen über das Geschäft ansehen.

Die ABN Amro beschäftigt in der Region Mittlerer Osten und Asien laut dem Berichten rund 130 Banker. Die niederländische Bank habe den Verkauf nicht bestätigt, in einer schriftlichen Stellungnahme aber auf die Restrukturierung in Hongkong und Singapur verwiesen, bei welcher rund 20 Arbeitsplätze gestrichen worden seien, so Reuters.

Die angeblichen Kaufinteressenten wollten gegenüber Reuters und Bloomberg ebenfalls keine Stellungnahme abgeben.

(AWP)