Kaum Inflation in der Euro-Zone

Günstige Energie sorgt für eine stagnierende Inflation im Euro-Raum.
31.08.2016 11:15
Die Konsumentenpreise sind im Euro-Raum im August nur minimal gestiegen.
Die Konsumentenpreise sind im Euro-Raum im August nur minimal gestiegen.
Bild: iNg

Im August verteuerten sich Waren und Dienstleistungen auf Jahressicht um durchschnittlich 0,2 Prozent und damit genau so geringfügig wie im Juli, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch unter Berufung auf erste Berechnungen mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet.

Die Teuerung liegt weit unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB), die bei einem Niveau von 2 Prozent von stabilen Preisen spricht. Die Währungshüter haben ihre Geldpolitik wiederholt gelockert, den Leitzins auf null gesenkt und ihr Anleihenkaufprogramm ausgeweitet, um der Wirtschaft auf die Sprünge zu helfen und die Inflation anzukurbeln.

Dämpfend auf die Preise wirkten sich auch im August die Kosten für Energie aus, für die die Konsumenten 5,7 Prozent weniger ausgeben mussten. Klammert man Energie aus, lag die Jahresteuerung deutlich höher bei 0,9 Prozent.

(Reuters)