KOF-Konjunkturbarometer - Schweizer Konjunktur im April leicht gebremst

Das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich ist im April gesunken.
28.04.2017 09:30
Vor allem fürs Gastgewerbe waren die Aussichten in der Schweiz im April nicht rosig.
Vor allem fürs Gastgewerbe waren die Aussichten in der Schweiz im April nicht rosig.
Bild: Pixabay

Es nahm um 1,2 Punkte auf 106,0 Zähler ab, wobei der März-Wert um 0,4 auf 107,2 Stellen nach unten revidiert wurde. Damit setze das Konjunkturbarometer seinen seit Anfang 2017 andauernden Aufwärtstrend nicht fort, teilte die KOF am Freitag mit. Der Indikatorwert sei aber weiterhin deutlich über dem langfristigen Durchschnitt und deute auf eine dynamischere Konjunkturentwicklung an, als noch zu Jahresbeginn 2017. Die Erholung der Schweizer Konjunktur dürfte sich somit fortsetzen, wenn auch mit etwas weniger Rückenwind.

Der ausgewiesene Wert liegt unter den Schätzungen. Von AWP befragte Ökonomen hatten für das Barometer einen Stand zwischen 107,0 und 108,0 Punkten prognostiziert.

Dämpfer im Gastgewerbe

Für den Rückgang zeichnen die Entwicklungen im Gastgewerbe, im verarbeitenden Gewerbe und im Baubereich verantwortlich, heisst es weiter. Auch die Indikatoren für den privaten Konsum und die Exportentwicklung geben im April leicht nach. Gegen die Abschwächung stemme sich der Bankenbereich.

Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes seien die Perspektiven uneinheitlich. So trübten sich die Aussichten für die Branchen elektrische und elektronische Geräte, Chemie, Holz sowie Nahrungsmittel ein. Demgegenüber haben sich die Perspektiven insbesondere in den Branchen Metall, sonstiges verarbeitendes Gewerbe und im Maschinenbau aufgehellt, wie das KOF weiter mitteilt.

Das KOF-Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Konjunktur. Es handelt sich um einen Sammelindikator, der sich aus 272 Einzelindikatoren zusammensetzt. Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.

(AWP)