KOF senkt BIP-Prognose für 2016 leicht

Die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich ist in Bezug auf ihre Wachstumserwartungen für die Schweiz im laufenden Jahr etwas vorsichtiger geworden.
23.03.2016 10:30
Baukran beim Stadtspital Triemli in Zürich: Das KOF rechnet mit einem langsameren BIP-Wachstum für das laufende Jahr.
Baukran beim Stadtspital Triemli in Zürich: Das KOF rechnet mit einem langsameren BIP-Wachstum für das laufende Jahr.
Bild: cash

Neu rechnet sie für 2016 mit einem BIP-Wachstum von 1,0%, im Dezember war noch von +1,1% die Rede. Für 2017 belassen die KOF-Ökonomen die Prognosen auf +2,0%, wie sie am Mittwoch mitteilen.

Die hiesige Wirtschaft werde von der schwachen internationalen Konjunktur und den durch die Frankenaufwertung notwendigen Strukturanpassungen in der Schweiz belastet, heisst es weiter. So habe die schwächere internationale Entwicklung zum Jahresende 2015 die Absatzmöglichkeiten der Schweizer Exporteure gedämpft.

Mit der langsamen Erholung der Konjunktur in Europa werde sich die Exportdynamik in der zweiten Jahreshälfte 2016 aber allmählich wieder erhöhen, so die KOF. Insgesamt nehmen die Schweizer Exporte gemäss den KOF-Ökonomen in diesem Jahr um 2,1% zu und 2017 um 2,9%. Die Importe dürften derweil in diesem Jahr um 3,4% steigen und 2017 um noch 2,8%.

Rückläufiges Preisniveau

Das Preisniveau wird gemäss der KOF zunächst weiter rückläufig bleiben (2016: -0,7%, 2017: 0,1%), weshalb die realen Lohnzuwächse auf 1,1% im laufenden Jahr geschätzt werden. Der private Konsum werde aber mit plus 1,5% im laufenden Jahr und plus 1,6% in 2017 keinen grossen Auftrieb erhalten.

Hintergrund dafür sei die sich weiter abschwächende Arbeitsmarktsituation. Die KOF erwartet eine Arbeitslosenquote von 3,5% in diesem und 3,6% im nächsten Jahr. Die Arbeitslosenquote gemäss der International Labour Organization (ILO) dürfte 2016 sowie 2017 rund 4,8% betragen und die Zahl der Beschäftigten werde um 0,4%, resp. 0.8% zunehmen.

(AWP)