Kolbenkompressoren - Burckhardt erhält etwas weniger Bestellungen

Beim Kolbenkompressoren-Hersteller Burckhardt Compression sind im ersten Halbjahr 2017/18 (per Ende September) leicht weniger Bestellungen eingegangen. Die Erwartungen der Analysten werden verpasst.
07.11.2017 07:15
In der Produktion von Burckhardt Compression.
In der Produktion von Burckhardt Compression.
Bild: ZVG

Der Bestellungseingang von Burckhardt Compression sank um 4,5% auf 212,6 Mio CHF und der Gruppenumsatz wiederum wuchs um 6,5% auf 287,0 Mio, teilte Burckhardt am Dienstag mit. Die Division Systems übertraf beim Umsatz den Vorjahreswert um 3,5%, das kleinere Servicegeschäft legte gar um 13% zu.

Nach Hauptanwendungsgebieten habe sich das Geschäft unterschiedlich entwickelt, erklärte das Unternehmen. Während sich das Marinegeschäft im Bereich Gastransport und -lagerung weiterhin auf sehr tiefem Niveau bewegt habe, hätten sich dafür die Bereiche petrochemische und chemische Industrie sowie Raffinerie positiv entwickelt.

Der Bruttogewinn der Gruppe ging im ersten Halbjahr auf 54,9 Mio CHF zurück von 61,6 Mio CHF im Vorjahr. Der EBIT reduzierte sich um gut 20% auf 12,8 Mio CHF und die EBIT-Marge nahm um 140 Basispunkte auf 4,5% ab. Der Reingewinn lag um knapp 13% tiefer bei 8,7 Mio CHF.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Burckhardt die Erwartungen der Analysten verfehlt. Der AWP-Konsens für den Umsatz hatte bei 290,6 Mio CHF gelegen, für den Bestellungseingang bei 225,9 Mio, für den EBIT bei 22,7 Mio und für den Reingewinn bei 15,4 Mio.

Da das Unternehmen im neuen Geschäftsjahr auf den Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER umgestellt hat, wurden zwecks Vergleichbarkeit Bilanz und Erfolgsrechnung der Vorjahresperiode angepasst.

Aggressives Marktumfeld

Laut eigenen Aussagen kämpft Burckhardt nach wie vor mit einem aggressiven Marktumfeld. Die laufenden Programme zur Kosteneinsparung und -optimierung wie zum Beispiel die Verstärkung des globalen Einkaufs lägen aber im Plan. Die Integration der Shenyang Yuanda Compressor gehe planmässig voran und werde Ende 2017 abgeschlossen sein.

Für das Gesamtjahr 2017 geht Burckhardt davon aus, dass die wichtigsten Absatzmärkte sehr anforderungsreich bleiben werden. Das gelte vor allem für das Marinegeschäft im Bereich Gastransport- und lagerung. Für die beiden Geschäftsbereiche gelte dabei: Die positive Entwicklung in der Services Division werde sich voraussichtlich fortsetzen. In der Systems Division gehe man aber frühestens im Geschäftsjahr 2018 wieder von einer positiven Entwicklung aus, so Burckhardt.

Den Umsatz für das Jahr 2017 erwartet Burckhardt etwa auf Vorjahresniveau. Die EBIT-Marge werde voraussichtlich zwischen 6% und 9% liegen. Eine Erholung der EBIT-Marge sei für das Geschäftsjahr 2018 zu erwarten.

(AWP)