Kollektivlebengeschäft - Bâloise mit geringeren Prämieneinnahmen im BVG-Geschäft

Die Basler Leben AG hat 2016 im Kollektivlebengeschäft rückläufige Prämieneinnahmen verzeichnet. Gleichzeitig wurden weitere technische Rückstellungen gebildet.
23.05.2017 07:36
Gert De Winter ist CEO der Bâloise-Gruppe.
Gert De Winter ist CEO der Bâloise-Gruppe.
Bild: ZVG

Wie die Muttergesellschaft Bâloise am Dienstag mitteilte, verminderten sich die Prämieneinnahmen im BVG-Geschäft um 6,9%. Der Rückgang ist gemäss Mitteilung das Resultat der selektiven Zeichnungspolitik in der Vollversicherung.

Das vergangene Geschäftsjahr sei massgeblich geprägt gewesen von der Niedrigzinssituation und politischen Unwägbarkeiten wie dem Brexit oder den US-Präsidentschaftswahlen. Angesichts dieser Bedingungen sei ein "solides Ergebnis" erzielt worden, schreibt die Gesellschaft. Diese erwirtschaftete eine Nettorendite von 2,23% verglichen mit 2,30% im Vorjahr. Erfolgreich war das Unternehmen bei den Kosten. Den Betriebsaufwand pro aktiven Versicherten senkte es auf unter 500 CHF.

Weiter hat die Basler Leben die Rückstellungen für die heutigen und künftigen Rentenverpflichtungen um weitere 179 (VJ 75) Mio CHF erhöht. Dies geht auf Kosten der aktiven Versicherten: Die Rückstellungen wären bei einem korrekten gesetzlichen Umwandlungssatz nämlich zu einem grossen Teil in den Überschussfonds für die Aktiven geflossen, heisst es in der Mitteilung.

Dem Überschussfonds wies die Basler Leben 43 Mio zu. Damit ist dieser nun mit 105 Mio dotiert. Dies ermöglich es, die aktiven Versicherten kontinuierlich am Überschuss zu beteiligen, schreibt die Gesellschaft. Für 2016 wurden die Vorsorgeguthaben - auch im Überobligatorium - mit 1,25% verzinst. Damit gibt die Basler ihren Versicherten im Rechnungsjahr 93,9% (VJ 92,7%) des Gesamtertrages weiter.

Weiter gut verlief die Entwicklung bei der teilautonomen Sammelstifung Perspectiva. Nach nur drei Jahren zähle sie bereits fast 700 kleinere Unternehmen, schreibt die Basler Leben. Mit Perspectiva Choice sollen nun auch grössere Unternehmen eine renditestarke teilautonome Vorsorgelösung erhalten. Erste Verträge sollen für 2018 abgeschlossen werden.

(AWP)