Kommt iPhone 6 schon im Frühjahr 2014?

AMS fährt bei Halbleitern für die Kommunikationsindustrie die Produktion hoch. Das könnte ein Anzeichen sein, dass Grosskunde Apple schon im Frühling ein neues iPhone auf den Markt bringt.
24.10.2013 05:54
Von Lorenz Burkhalter
AMS stellt Chips für Smartphones her.
AMS stellt Chips für Smartphones her.
Bild: ZVG

An der Innovationskraft von Apple scheiden sich die Gemüter. Daran ändern auch die Dienstagnacht am Hauptsitz des Tech-Riesen im kalifornischen Cupertino vorgestellten Produktneuheiten wie das iPad Air oder das iPad mini mit Retina-Bildschirm nichts.

Es gibt aber Anzeichen, dass das amerikanische Kultunternehmen schon bald nachlegt und im Frühling mit dem iPhone 6 zum Rundumschlag ausholt. In vergangenen Jahren brachte Apple jeweils erst im Spätsommer eine neue Version des beliebten Smartphones auf den Markt.

Dass Apple früher als erwartet mit dem iPhone 6 aufwarten könnte, glaubt auch der für die MainFirst Bank tätige Experte. Er stützt sich in seiner Vermutung auf Aussagen des Halbleiterherstellers AMS anlässlich der jüngsten Quartalsergebnispräsentation ab. Dem Unternehmen zufolge fahre es bei Halbleitern für die Kommunikationsindustrie die Produktion hoch.

Der Experte wertet das als verdeckten Anhaltspunkt dafür, dass einer der Grosskunden schon während der ersten Hälfte nächsten Jahres mit einem neuen Smartphone auf den Markt kommen wird. Es deute einiges darauf hin, dass es sich bei diesem Grosskunden um niemand geringerem als Apple handle, so der Experte. Zu allfälligen Neuerungen und Innovationen beim neuen Modell äusserte er sich hingegen nicht. 

Der ehemalige Pionier und Weltmarktführer ist gefordert

Noch bis vor wenigen Jahren galt Apple als Pionier auf dem Gebiet der Smartphones. Und obschon das iPhone bis heute Kultstatus besitzt, mussten die Amerikaner die Marktführerschaft mittlerweile an den koreanischen Rivalen Samsung abtreten.

Erst Mitte September stellte Apple der Öffentlichkeit das iPhone 5S die neuste Generation des Smartphones sowie eine Billig-Version in Form des iPhone 5C vor. In Expertenkreisen stiessen damals gleich beide Geräte auf Kritik. Das iPhone 5S verfüge kaum über Differenzierungsmerkmale zur vorherigen Generation und die Billig-Version iPhone 5C sei zu teuer, um in den Schwellenländern Erfolg zu haben.

In einem frühen Markteintritt des iPhone 6 sieht der Experte der MainFirst Bank denn auch die Lösung für Apple. Ein solcher Schritt erlaube es dem Unternehmen, die Preise für das iPhone 5C substanziell zu senken und so von der starken Nachfrage nach Billig-Smartphones zu profitieren.