Komponentenhersteller - Schaffner zahlt wieder Dividende

Der Komponentenhersteller Schaffner hat im Geschäftsjahr 2016/17 (per 30.9.) nach zwei Jahren mit rückläufigem Umsatz diesen erstmals wieder gesteigert.
07.12.2017 07:00
Sitz der Schaffner Group in Luterbach.
Sitz der Schaffner Group in Luterbach.
Bild: ZVG

Der Gewinn wurde dabei gleichzeitig überproportional verbessert, nachdem im Vorjahr noch quasi eine "schwarze Null" resultiert hatte. Entsprechend soll auch wieder eine Dividende ausgeschüttet werden.

Weiterhin belastet wurde das Ergebnis von der Division Power Magnetics. Das neue Geschäftsjahr ist offenbar gut angelaufen, entsprechend verspricht sich das Unternehmen erneutes Wachstum.Der Umsatz zog um 5,5% auf 195,7 Mio CHF an, entsprechend einem Plus in Lokalwährungen von 6,6%, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt. Der Auftragseingang lag um 6,5% über dem Vorjahr bei 199,5 Mio.

Das stärkste Umsatzzuwachs ergab sich in Europa (+11,4%), während die Verkäufe in Nordamerika um 4,2% anzogen. In der Region Asien ergab sich ein kleines Minus von 0,2%. Der Umsatzanteil von Asien sank damit um 200 Basispunkte, während derjenige in Europa entsprechend auf 42% anzog. Nordamerika steuerte unverändert 22% zum Umsatz bei.

Dividende von 6,50 Franken

Der operative Gewinn auf Stufe EBIT hat sich auf 11,5 Mio CHF mehr als verachtfacht und die EBIT-Marge kletterte entsprechend um über 5 Prozentpunkte auf 5,9%. Die Bruttomarge habe sich dabei unter anderem wegen der höheren Verkaufsvolumina um 2,8% verbessert, so Schaffner. Das Vorjahr war zudem von Restrukturierungskosten für die Division Power Magnetics in der Höhe von 4,6 Mio CHF belastet.

Das Reinergebnis fiel mit 8,7 Mio CHF ebenfalls markant höher aus als im Vorjahr (+0,4 Mio), es liegt damit am oberen Ende der im November vorangekündigten Bandbreite von 7 bis 9 Mio CHF. Nachdem im Vorjahr keine Dividende ausgeschüttet wurde, sollen die Aktionäre für das abgelaufene Geschäftsjahr eine solche von 6,50 CHF je Aktie erhalten. Die Ausschüttungsquote liegt damit bei 47%.

Die grösste Division EMC (elektromagnetische Verträglichkeit, EMV) verzeichnete einen Umsatzzuwachs um 4,7% auf 98,3 Mio CHF, womit die Division wie im Vorjahr gut die Hälfte des Geschäfts von Schaffner ausmacht. Gleichzeitig nahm das operative Ergebnis um über 50% auf 13,3 Mio zu, womit die Marge um über 4 Prozentpunkte auf 13,6% vorstiess. Der in die Division EMC integrierte Geschäftsbereich Power-Quality habe im Berichtsjahr die zweite Generation passive Oberwellenfilter lanciert und das Service- und Vertriebsnetz erweitert, heisst es dazu.

Gut in das Geschäftsjahr 2017/18 gestartet

Die Division Power Magnetics setzte mit 50,0 Mio CHF gut 10% mehr um als im Vorjahr, während sich der operative Verlust auf 7,0 Mio von 13,8 Mio knapp halbierte. Hier fielen unter anderem die bereits erwähnten Restrukturierungskosten weg. Die Division befinde sich nach einschneidenden Strukturanpassungen in Europa und in Nordamerika nach wie vor im Turnaround-Modus, die Situation sollte sich aber sukzessive weiter verbessern.

Die dritte Division Automotive erhöhte den Umsatz um 2,2% auf 47,4 Mio CHF, dies bei einem leichten Rückgang des operativen Ergebnisses auf 9,4 Mio. Dies ergab zwar einen klaren Rückgang der EBIT-Marge um über 4 Prozentpunkte, mit 19,9% liegt diese aber noch immer in einem sehr komfortablen Bereich. Mehr als 90% des Divisionsumsatzes steuerten Antennen zum Einsatz in schlüssellosen Zugangssystemen für Fahrzeuge bei.

Im Ausblick heisst es, man sei gut in das Geschäftsjahr 2017/18 gestartet. Bei einem ungebrochen positiven Wirtschaftsumfeld und einer stabilen Entwicklung an den Devisenmärkten sei von weiterem Umsatzwachstum auszugehen, namentlich in den Kernmärkten Bahntechnik, Effiziente Antriebssysteme, Stromversorgungen für elektronische Geräte, Maschinen und Elektromobilität. Unter Annahme einer nur geringfügigen Erhöhung der Rohmaterialpreise und trotz anhaltenden Preisdrucks in einzelnen Marktsegmenten sei zudem eine EBIT-Marge im mittleren einstelligen Prozentbereich zu erwarten.

Mittelfristig wird weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von über 5% und eine EBIT-Marge von mindestens 8% angestrebt.

(AWP)