Konjunktur - Deutsche Industrie mit überraschendem Auftragszuwachs

Die Auftragsbücher der deutschen Industrie haben sich im Oktober überraschend den dritten Monat in Folge gefüllt.
06.12.2017 08:00
Firmensitz: Zentrale von BMW in München.
Firmensitz: Zentrale von BMW in München.
Bild: Pixabay

Bei den Unternehmen gingen 0,5 Prozent mehr Bestellungen ein als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hingegen waren von einem Rückgang von 0,3 Prozent ausgegangen. Im September hatte es ein Plus von 1,2 Prozent gegeben, im August von 4,1 Prozent. "Die Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dürfte kräftig aufwärtsgerichtet bleiben", erklärte das Ministerium.

Die Nachfrage aus dem Inland legte um 0,4 Prozent zu, die aus dem Ausland um 0,5 Prozent. Dabei schrumpften die Neuaufträge aus den Euro-Ländern um 1,2 Prozent, während die aus dem Rest der Welt um 1,6 Prozent zunahmen. Gefragt waren Investitionsgüter wie Maschinen und Fahrzeuge: Hier stiegen die Aufträge um 0,9 Prozent. Bei Vorleistungen wie Chemikalien gab es dagegen einen Rückgang um 0,4 Prozent. Bei Konsumgütern nahmen die Bestellungen um 0,6 Prozent zu. "Der Anteil an Grossaufträgen war für einen Oktober unterdurchschnittlich", so das Ministerium.

Die deutsche Wirtschaft expandierte zwischen Juli und September um 0,8 Prozent. Ökonomen zufolge dürfte das Tempo im Schlussquartal in etwa gehalten werden. Das Ifo-Geschäftsklima - das wichtigste Frühbarometer für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft - erreichte zuletzt ein Rekordhoch.

(Reuters)