Konjunktur Europa - Deutsche Industrie fährt Auftragsminus ein

Die deutsche Industrie hat im Mai einen Auftragseinbruch erlitten.
05.07.2019 08:17
Die Bezeichnung «Made in Germany» gilt heute in den Augen vieler Käufer als Gütesiegel.
Die Bezeichnung «Made in Germany» gilt heute in den Augen vieler Käufer als Gütesiegel.
Bild: pixabay.com

Das Neugeschäft sank um 2,2 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich ein leichtes Minus von 0,1 Prozent erwartet. Im April hatte es einen Anstieg von revidiert 0,4 (bisher 0,3) Prozent gegeben.

"Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe haben sich im Mai wieder spürbar verringert, nachdem sie sich in den beiden letzten Monaten auf niedrigem Niveau stabilisiert hatten. Zuletzt lagen sie etwa 7 Prozent unter ihrem durchschnittlichen Monatswert im Jahr 2018", erklärte das Bundeswirtschaftsministerium dazu.

Im Mai stiegen die Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent, die Auslandsaufträge verringerten sich um 4,3 Prozent. Die Industrie steckt in der Rezession, auch wenn sie ihre Talfahrt zuletzt bremste. Der Branche machen laut Experten die globalen Handelskonflikte, die lahmende Autoindustrie sowie die anhaltenden Unsicherheiten in Politik und Wirtschaft zu schaffen.

(Reuters)