Konjunktur-Indikator - Stimmung der US-Konsumenten wieder etwas schlechter

Die Konsumentenstimmung in den USA ist im April nach einem 16-Jahreshoch im Vormonat wieder gesunken.
25.04.2017 16:30
Einkaufen machte auch schon mehr Spass: Konsumentin in einer Wal-Mart-Filiale in den USA)
Einkaufen machte auch schon mehr Spass: Konsumentin in einer Wal-Mart-Filiale in den USA)
Bild: Bloomberg

Der vom Conference Board erhobene Indikator sei um 4,6 Punkte auf 120,3 Zähler gefallen, teilte das private Marktforschungsinstitut am Dienstag in Washington mit. Ökonomen hatten mit einem Dämpfer bei der Konsumlaune gerechnet, waren aber nur von einem Rückgang des Indexwertes auf 122,5 Punkte ausgegangen.

Ausserdem wurde der Indexstand für den Vormonat etwas nach unten revidiert, von zuvor 125,6 auf nur noch 124,9 Punkte. Damit hatte der vom Conference Board für März ermittelte Stimmungsindikator aber immer noch den höchsten Wert seit Januar 2001.

«Korrektur auf hohem Niveau»

Bei den Unterindikatoren habe es im April jeweils einen Dämpfer bei der Bewertung der aktuellen Lage und bei den Erwartungen gegeben, teilte das Forschungsinstitut weiter mit.

"Die Konsumentenstimmung korrigiert auf hohem Niveau", kommentiert Ralf Umlauf, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die Daten. "Weiterhin solide sind die Lageeinschätzungen, sodass die Konsumperspektive dennoch freundlich ist."

Der Indikator des Conference Board gilt als wichtiges Stimmungsbarometer. Monatlich befragt das private Institut etwa 3000 US-Haushalte. Das Konsumentenvertrauen ist ein Indikator für die Entwicklung des privaten Konsums, der massgeblich für die gesamte konjunkturelle Entwicklung in den USA ist.

(AWP)