Konjunktur - IWF warnt erneut vor schwächerem US-Wachstum

Der Internationale Währungsfonds hält trotz glänzender kurzfristiger Konjunkturaussichten für die USA seine Warnungen vor einer deutlichen Eintrübung des Wachstumsklimas aufrecht.
04.07.2018 07:10
Die IWF-Chefin Christine Lagarde.
Die IWF-Chefin Christine Lagarde.
Bild: Bloomberg

Zwar seien die USA nahe der Vollbeschäftigung und das Wachstum beschleunige sich weiter, teilte der IWF am Dienstag in Washington mit. Dennoch baue sich eine Reihe von Anfälligkeiten auf.

Wie in früheren Warnungen dieses Jahres begründete der IWF dies mit der von der US-Regierung unter Donald Trump geplanten erheblichen Ausweitung des Staatsdefizits. Dies könne zu einer beschleunigten Inflation führen. Wegen der höheren Verschuldung hätten die öffentlichen Haushalte noch weniger Mittel zur Verfügung, um dringend nötige Investitionen zu tätigen. Das gelte vor allem für die Infrastruktur. Ein höheres Staatsdefizit werde ausserdem globale Ungleichgewichte erhöhen.

Die Wachstumsaussichten für die USA bezifferte der IWF unverändert auf 2,9 Prozent für das laufende Jahr und auf 2,7 für 2019. Im Jahr 2020 reduziere es sich der Prognose zufolge weiter auf 1,9 Prozent und danach auf 1,7 (2021) und auf 1,5 (2022).

(AWP)