Konjunktur - Kampf gegen Luftverschmutzung bremst Chinas Industrie

In China mehren sich die Anzeichen für eine Abkühlung des Wachstums der Industrie. Verschärfte Auflagen gegen Luftverschmutzung führten dazu, dass einige Betriebe ihre Produktion drosselten.
01.11.2017 07:03
Die «Verbotene Stadt» in Peking im Nebel und Smog.
Die «Verbotene Stadt» in Peking im Nebel und Smog.
Bild: cash

Der von den Analysehäusern Caixin und Markit erhobene Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe stagnierte nach Angaben vom Mittwoch im Oktober wie erwartet bei 51 Punkten. Der Index für die Produktion fiel aber trotz eines leichten Anziehens der Aufträge aus dem In- und Ausland auf 50,8 Zähler von 52,1 Punkten im September.

Damit sank er auf den tiefsten Stand seit vier Monaten und blieb nur knapp über der Marke von 50 Punkten, ab der das Barometer Wachstum signalisiert. Experten führten dies auch auf verschärfte Auflagen gegen Luftverschmutzung zurück. Diese führten dazu, dass einige Betriebe ihre Produktion drosselten.

Erst kürzlich hatte sich der amtliche Einkaufsmanagerindex, der mehr die grossen Unternehmen abbildet, überraschend kräftig um 0,8 auf 51,6 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten abgeschwächt. Das Barometer hielt sich aber den 15. Monat in Folge über der 50-Punkte-Marke.

Die chinesische Wirtschaft war in den ersten neun Monaten des Jahres mit 6,9 Prozent überraschend kräftig gewachsen. Sie profitierte von staatlichen Infrastrukturprojekten, einem stabilen Immobilienmarkt, höheren Absatzpreisen und einem anziehenden Export. Der Kampf gegen den Winter-Smog schürt allerdings Sorgen vor einer Konjunkturabschwächung zum Jahresende.

(Reuters)