Konjunktur  - OECD: Wirtschaftseinbruch weniger dramatisch als erwartet

Der coronabedingte Wirtschaftseinbruch fällt nach Einschätzung der Industriestaatenorganisation OECD in Europa und in den USA geringer aus als befürchtet.
16.09.2020 12:55
Ein Frachtschiff im Hafen von Long Beach in Kalifornien, USA.
Ein Frachtschiff im Hafen von Long Beach in Kalifornien, USA.
Bild: Bloomberg

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Chinas dürfte in diesem Jahr sogar um 1,8 Prozent wachsen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Paris in einem Konjunkturbericht mit. Wegen der Covid-19-Pandemie hatte die OECD erst vor rund drei Monaten vor äusserst schweren und lang anhaltenden Folgen gewarnt. Es sei die schlimmste Rezession zu Friedenszeiten seit 100 Jahren zu erwarten.

Die Pariser Organisation teilte nun mit, der Einbruch sei immer noch beispiellos in der jüngsten Geschichte. Weltweit werde die Wirtschaft 2020 um etwa 4,5 Prozent schrumpfen, nächstes Jahr werde dann ein Aufschwung mit einem Plus von 5,0 Prozent erwartet.

China, Europa und die USA schneiden demnach besser ab als erwartet. Dagegen liegen Indien, Mexiko oder Südafrika unter bisherigen Erwartungen. Für Deutschland wird am laufenden Jahr ein Minus beim BIP von 5,4 Prozent angenommen. Die OECD hob die Bedeutung staatlicher Unterstützungsmassnahmen in der Krise hervor - diese hätten die Haushaltseinkommen bisher stabil gehalten./cb/DP/bgf/stk

(AWP)