Konjunktur Schweiz - Gesamtbeschäftigung steigt in der Schweiz weiter an

Die Beschäftigungslage in der Schweiz hat sich im zweiten Quartal verbessert.
29.08.2019 09:28
Sowohl die Industrie und das Baugewerbe als auch der Dienstleistungssektor beschäftigten im zweiten Quartal mehr Personen.
Sowohl die Industrie und das Baugewerbe als auch der Dienstleistungssektor beschäftigten im zweiten Quartal mehr Personen.
Bild: Swissmem

Seit über neun Jahren wachse damit die Gesamtbeschäftigung stetig an, teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mit. Auch der Indikator für die Aussichten zeigt weiter nach oben.

Das am Donnerstag vom Bundesamt für Statistik (BFS) vierteljährlich veröffentlichte Beschäftigungsbarometer zeigt für das zweite Quartal gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg der Beschäftigung um 1,2 Prozent auf 5,11 Millionen Beschäftigte. Gegenüber dem ersten Quartal 2019 lag das saisonbereinigte Plus bei 0,3 Prozent.

Sowohl die Industrie und das Baugewerbe als auch der Dienstleistungssektor beschäftigten mehr Personen. Im sekundären Sektor (Industrie und Baugewerbe) waren es 1,5 Prozent mehr als im Vorjahresquartal und im tertiären Sektor (Dienstleistungen) 1,1 Prozent. In Vollzeitäquivalenten belief sich das Beschäftigungsvolumen auf 3,97 Millionen Stellen (+1,2%).

Innerhalb des Dienstleistungssektors zeigte der Bereich Gesundheits- und Sozialwesen das stärkste Wachstum, wogegen der Handel einen Rückgang der Beschäftigung meldete.

Ausblick bleibt positiv

Die Aussichten bleiben erfreulich. Der Indikator der Beschäftigungsaussichten nahm zum Vorjahr um 0,3 Prozent auf 1,05 Punkte zu. Über 70 Prozent der Unternehmen beabsichtigen im nächsten Quartal den Personalbestand zu halten. Vom Rest wollen deutlich mehr neue Personen einstellen als Arbeitsplätze abbauen.

Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen lag per Mitte Jahr bei 9'900 und damit um 13,5 Prozent höher als Mitte 2018. Die Quote der offenen Stellen erreichte einen Wert von 1,6 Prozent, sie ist damit so hoch wie seit 2008 nie mehr. Zugenommen haben dabei auch die Schwierigkeiten der Unternehmen bei der Rekrutierung von qualifiziertem Personal.

(AWP)