Konjunktur Schweiz - Seco erhöht Wachstumsprognose für die Schweiz

Die Ökonomen des Bundes haben ihre Prognose für das Schweizer Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr minimal erhöht.
13.06.2019 07:55
Blick auf die Bahnhofstrasse von Zürich
Blick auf die Bahnhofstrasse von Zürich
Bild: cash

Sie gehen nun von einem Plus von 1,2 Prozent aus, nachdem sie im März noch ein Wachstum von 1,1 Prozent vorhergesagt hatten.

Im Startquartal 2019 sei die Wirtschaft international und in der Schweiz zwar deutlich gewachsen, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mit. Die Aussichten blieben aber verhalten und die Unsicherheit gross. Die Expertengruppe des Bundes erwarte daher für das laufende Jahr unverändert nur ein moderates Wachstum, welches unter dem langjährigen Schnitt liege.

Konkret flache die internationale Nachfrage nach Schweizer Produkten wegen der nachlassenden internationalen Konjunkturdynamik ab, was die Exportwirtschaft bremse, hiess es weiter. Die sinkende Auslastung bei gleichzeitig grosser Unsicherheit hemme zudem die Investitionen der Unternehmen. Und auch von den Bauinvestitionen seien nur moderate Wachstumsimpulse zu erwarten.

Die Seco-Experten gehen aber davon aus, dass sich die Weltwirtschaft 2020 erholt - sofern "einschneidende Verschärfungen des internationalen Handelskonflikts ausbleiben". Es wird daher ein Wachstum von 1,7 Prozent vorhergesagt, womit diese Prognose gegenüber März unverändert ist.

Lohnentwicklung dämpft Konsum

Am Arbeitsmarkt bleibt die Lage 2019 laut dem Seco insgesamt günstig. Die prognostizierte Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt 2019 betrage nur niedrige 2,4 Prozent. Die Löhne würden zudem steigen, womit auch der private Konsum leicht an Schwung gewinne.

Das Seco betonte ausserdem die Risiken für die Vorhersagen. Bei der Weltkonjunktur würden dabei weiterhin die Abwärtsrisiken überwiegen. Genannt werden neben dem Handelsstreit die politische Unsicherheit in Europa.

Im Verhältnis der Schweiz mit der EU habe die Unsicherheit mit der Annahme der Unternehmenssteuerreform zwar etwas abgenommen, so die Mitteilung weiter. Im Zusammenhang mit dem Rahmenabkommen bleibe sie jedoch bestehen.

(AWP)