Konjunkturbarometer in der Schweiz fällt

Das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich ist wieder zurückgefallen.
30.11.2016 09:50
Zum verschlechterten konjunkturiellen Ausblick im November beigetragen hat vor allem auch das Gastgewerbe.
Zum verschlechterten konjunkturiellen Ausblick im November beigetragen hat vor allem auch das Gastgewerbe.
Bild: cash

Es sank im November 2016 um 1,7 Punkte auf 102,2 Zähler, wobei der Vormonatswert um 0,8 auf 103,9 nach unten revidiert wurde. Der für November ausgewiesene Wert liegt unter den Erwartungen. Von AWP befragte Ökonomen hatten für das Barometer einen Stand zwischen 103,9 bis 105,0 Punkten prognostiziert.

Der seit Mitte 2015 zu beobachtende Aufwärtstrend setzte sich somit nicht weiter fort, wie die KOF in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Mit einem Stand leicht über dem langfristigen Mittelwert signalisiere das Barometer für die nähere Zukunft aber noch immer Wachstumsraten nahe am langfristigen Durchschnitt.

Die stärksten negativen Beiträge zu diesem Ergebnis stammen den Angaben zufolge aus dem Gastgewerbe, den Indikatoren zum inländischen Konsum und der Industrie. Nennenswert positive Impulse für die Dynamik des Barometers kamen diesmal aus dem Finanzsektor und dem internationalen Bereich.

Skeptische Beurteilung der Wettbewerbsfähigkeit

Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes sei der leicht eingetrübte Ausblick insbesondere in den Branchen Papier, Nahrungsmittel und dem Maschinenbau sichtbar geworden. Diese negativen Tendenzen seien allerdings durch einen verbesserten Ausblick insbesondere in der Holzindustrie gebremst worden.

Die etwas verschlechterte Stimmung im gesamten verarbeitenden Gewerbe widerspiegle sich primär in einer skeptischeren Beurteilung der Wettbewerbsfähigkeit, der Aussichten für Exporte und bei der Beurteilung der Vorprodukte. Das Umfeld für die Schweizer Industrie ist also weiterhin schwierig, so das Fazit der KOF.

Das KOF-Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Konjunktur. Es ist ein Sammelindikator, der sich aus 272 Einzelindikatoren zusammensetzt.

(AWP)