Konjunkturdaten Asien - Japan Ex- und Importe steigen stärker als erwartet

Japans Exporte sind dank hoher Nachfrage in China weiter deutlich gestiegen.
20.04.2017 06:54
Fussgänger im Tokioter Stadtteil Shibuya.
Fussgänger im Tokioter Stadtteil Shibuya.
Bild: cash

Wie das Finanzministerium am Donnerstag auf vorläufiger Basis bekanntgab, erhöhten sich die Ausfuhren im März um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 7,2 Billionen Yen (62 Milliarden Euro). Damit zogen die Exporte der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt im nunmehr vierten Monat in Folge an. Der Anstieg fiel zudem deutlich höher aus als Experten erwartet hatten.

Die Einfuhren legten um 15,8 Prozent auf den Wert von 6,6 Billionen Yen zu. Dazu trug massgeblich bei, dass Japan mehr an Öl und Kohle importiert. Da die meisten Atomkraftwerke seit dem Gau in Fukushima still stehen, erzeugt Japan Strom grossteils mit Wärmekraftwerken.

Insgesamt verzeichnete Japan für den März einen Handelsbilanzüberschuss von 614,7 Mrd Yen. Auch bezogen auf das am 31. März abgelaufene Haushaltsjahr schrieb die Inselnation erstmals seit sechs Jahren wieder schwarze Zahlen in ihrer Handelsbilanz. Dies lag an den gefallenen Ölpreisen, wodurch der Importwert stark sank./ln/DP/zb

(AWP)