Konsumentenpreise in Japan gehen achten Monat in Folge zurück

Der Preisverfall in Japan hält trotz der ultralockeren Geldpolitik der Notenbank an.
25.11.2016 03:25
Überall in Japan anzutreffen: Getränkeautomaten.
Überall in Japan anzutreffen: Getränkeautomaten.
Bild: cash

Die Verbraucherpreise der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft der Welt gingen im Oktober den achten Monat in Folge zurück, wie aus Daten vom Freitag hervorgeht. Allerdings fiel das Minus in der Kernrate ohne die schwankungsanfälligen frischen Lebensmittel mit 0,4 Prozent etwas geringer aus als noch im September.

Fachleute halten es für möglich, dass die Preise Anfang kommenden Jahres wieder steigen, und verweisen dazu auf den nachlassenden Verfall der Energiepreise und den zuletzt gesunkenen Yen, der die Importpreise nach oben treibt. Wird neben Lebensmitteln auch Energie herausgerechnet, legten die Preise bereits im Oktober um 0,2 Prozent zu.

Die japanische Notenbank hat im Kampf gegen die Deflation ihre Geldschleusen weit geöffnet, es damit aber nicht geschafft, die Teuerungsrate wieder in die Nähe ihres Ziels von zwei Prozent zu bringen. Takeshi Minami, Chefvolkswirt beim Forschungshaus Norinchukin, geht dennoch nicht davon aus, dass sie nun noch einmal nachlegt.

Als wahrscheinlicher gilt es, dass die Regierung in Tokio ein weiteres kleineres Konjunkturpaket auf den Weg bringt. Die japanische Wirtschaft hat zwar im Sommer das dritte Quartal in Folge zugelegt, doch eine schwache Inlandsnachfrage schürte Zweifel, dass der Aufschwung anhält. 

(Reuters)