Kühne+Nagel überzeugt mit Gewinnzahlen

Der Logistikdienstleister Kühne+Nagel hat im ersten Halbjahr 2016 bei einem rückläufigen Ertrag die Profitabilität verbessert.
19.07.2016 07:04
Kühne+Nagel-Hauptsitz in Schindellegi.
Kühne+Nagel-Hauptsitz in Schindellegi.
Bild: ZVG

Im Zeitraum von Januar bis Juni ging der Nettoumsatz zwar um 0,6% auf 8,17 Mrd CHF zurück. Der für ein Logistikunternehmen aussagekräftigere, weil um die volatilen Frachtraten bereinigte Bruttogewinn legte dagegen um 7,9% auf 3,26 Mrd zu.

Der operative Gewinn auf Stufe EBIT erhöhte sich gar um 11% auf 455 Mio CHF, womit sich die entsprechende Marge auf 5,6% verbesserte von 5,0% im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt. Im Vergleich mit der Periode Januar bis März (5,4%) hat die Dynamik damit sogar noch etwas zugenommen. Der den Aktionären anrechenbare Reingewinn stieg um 9,2% auf 355 Mio CHF.

"Bei regional unterschiedlicher wirtschaftlicher Entwicklung hat die Kühne+Nagel-Gruppe ihre Marktanteile ausbauen können und die Leistung im zweiten Quartal gesteigert", wird VR-Präsident Jörg Wolle zitiert.

Erwartungen bei Gewinnzahlen übertroffen

Mit den Zahlen hat der Konzern die Analystenerwartungen beim Nettoumsatz erfüllt und bei den Gewinnzahlen leicht übertroffen. Der AWP-Konsens lag für den Nettoumsatz bei 8,14 Mrd, für den Bruttogewinn bei 3,21 Mrd, für den EBIT bei 450 Mio und für den Reingewinn bei 349 Mio.

"Das erste Halbjahr 2016 war von einer uneinheitlichen weltwirtschaftlichen Entwicklung geprägt. Starke Impulse für den globalen Handel blieben aus", so CEO Detlef Trefzger. "Die Effizienz unserer Gruppe zeigt sich am deutlich verbesserten Bruttogewinn und der daraus resultierenden überproportionalen Gewinnsteigerung."

Für die weitere Entwicklung zeigt sich die Konzernleitung zuversichtlich, "die Dynamik bei Volumen und Ertrag im zweiten Halbjahr beibehalten zu können." Weiterhin rechnet man für das Gesamtjahr mit einer EBIT-Marge von mindestens 5%, wie einer Präsentation zu den Zahlen zu entnehmen ist. Im Geschäftsjahr 2015 kam sie bei 5,1% zu liegen.

(AWP)