LaborausrüsterTecan über den Prognosen

Der Laborausrüster Tecan hat im ersten Halbjahr mehr umgesetzt. Treiber der Umsatzsteigerung war der Bereich Life Science. Unter dem Strich resultierte ein höherer Gewinn über den Erwartungen.
16.08.2017 08:02
Der Hauptsitz von Tecan in Männedorf.
Der Hauptsitz von Tecan in Männedorf.
Bild: ZVG

Das Unternehmen bestätigt seine bisherigen Ziel für das Gesamtjahr. Den Auftragseingang erhöhte Tecan im ersten Semester 2017 um 16,2% respektive um 16,7% in Lokalwährung auf 291,2 Mio CHF. Beide Geschäftssegmente hätten dabei eine zweistellige Wachstumsrate verzeichnet, teilte die Gesellschaft am Mittwoch mit. Der Umsatz legte um 7,7% beziehungsweise um 8,0% in Lokalwährung auf 253,3 Mio CHF zu.

Der Bereich Life Sciences Business (Endkundengeschäft) steuerte 138,2 Mio zum Umsatz bei, was einer Steigerung von 17,4% (LW 18,2%) entspricht. Partnering Business (OEM-Geschäft) musste dagegen einen Umsatzrückgang von 2,1% (LW 2,1%) auf 115,1 Mio CHF hinnehmen. Dieser Rückgang erfolgte laut den Angaben vor dem Hintergrund der hohen Basis im Vorjahr, als die Umsatzentwicklung von der grösseren letzten Bestellung einer auslaufenden Instrumentenplattform profitiert hatte.

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) stieg derweil um 8,8% auf 41,3 Mio im Vorjahr. Daraus resultiert eine EBITDA-Marge (inklusive der Integrationskosten und Margenminderung im Zusammenhang mit Übernahmen) von 16,3% (VJ 16,1%). Unter dem Strich erzielte Tecan einen Gewinn von 25,7 Mio nach 23,5 Mio im Vorjahr. Die Gewinnmarge einschliesslich Integrationskosten betrug 10,1% (VJ 10,0%).

Mit den vorgelegten Resultaten hat Tecan die Erwartungen von Analysten übertroffen. Die Experten hatten (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 250,8 Mio, einem EBITDA von 39,6 Mio und einem Reingewinn von 24,8 Mio CHF gerechnet.

Für das laufende Jahr bestätigte das Management die bisherige Guidance. Danach will der Laborausrüster den Umsatz in Lokalwährungen mindestens um 6% steigern. Tecan erwartet weiterhin, die ausgewiesene EBITDA-Marge auf über 18% des Umsatzes zu steigern, einschliesslich akquisitionsbedingter Kosten in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrags in Schweizer Franken.

(AWP)