Lastminute.com rechnet mit roten Zahlen

Der Online-Reiseanbieter Lastminute.com reduziert das Umsatzziel für 2015 erneut. Das Unternehmen erwartet nach einem Verlust von 4,6 Millionen Franken im ersten Halbjahr auch für das Gesamtjahr rote Zahlen.
15.02.2016 08:23
Lastminute spürt die negativen Auswirkungen der Terroranschläge in Paris.
Lastminute spürt die negativen Auswirkungen der Terroranschläge in Paris.
Bild: Screenshot

Die Umsätze des vergangenen Geschäftjahrs lägen voraussichtlich 2% unterhalb des Umsatzziels von 255 Mio EUR, teilt die Gesellschaft am Montag mit. Grund dafür seien die negativen Auswirkungen der Terroranschläge in Paris auf die europäische Tourismusbranche. Bereits zum Halbjahr hatte die Gruppe das Umsatzziel von 270 auf 255 Mio EUR reduziert.

Die Integration der Plattform lastminute.com sei dagegen schneller als erwartet abgeschlossen worden, heisst es weiter. Die Synergien kämen bereits ab 1.Januar 2016 voll zum Tragen und auf Jahresbasis sollen die Kosten damit um rund 26 Mio EUR tiefer ausfallen.

Diese Einsparungen sollen gemäss Mitteilung teilweise reinvestiert werden, um neue IT-Mitarbeitende und Personal im Verkauf und in der Werbung zu rekrutieren. Derzeit lasse sich das Ausmass des Stellenaufbaus nicht beziffern. Vermutlich im März seien dazu präzisere Angaben erhältlich, erklärte Meier-Pfister.

Aktuell beschäftigt Lastminute.com in Chiasso über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahresverlauf 2015 stieg der Personalbestand dort um 10 bis 15 Prozent, wie der Unternehmenssprecher erklärte. Im Gegenzug wurden aber in England rund 200 Stellen abgebaut.

Die detaillierten Jahreszahlen für 2015 wird die Gruppe am 22. März 2016 veröffentlichen.

(AWP/SDA)