Lebensmittel - Lust auf Schoggi treibt Verkaufsmenge bei Barry Callebaut hoch

Der Kakao- und Schokoladehersteller Barry Callebaut hat seine Verkaufsmenge innerhalb von neun Geschäftsmonaten gesteigert.
13.07.2018 07:39
Flüssigschokolade bei Barry Callebaut.
Flüssigschokolade bei Barry Callebaut.
Bild: ZVG

Der weltgrösste Schokoladeproduzent Barry Callebaut (BC) hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2017/18 im Vergleich zum Vorjahr die Verkaufsmenge und den Umsatz gesteigert. Im dritten Quartal schwächte sich das Wachstum jedoch ab. Die Mittelfristziele werden derweil bestätigt.

Konkret nahm Verkaufsmenge in der Periode von September bis Mai 2018 um 6,9 Prozent auf 1,512 Millionen Tonnen zu, teilt BC am Freitag mit. Damit ist das Unternehmen erneut deutlich stärker als der Markt gewachsen. Der globale Schokolademarkt wuchs in dieser Periode um 2,5 Prozent.

Der Umsatz, der zu einem guten Teil von der Entwicklung des Kakaopreises abhängt, sank im Vergleich zum Vorjahr jedoch um 0,2 Prozent auf 5,18 Milliarden Franken. In Lokalwährungen betrug das Minus 2,4 Prozent, was BC ebenfalls mit den tieferen Rohwarenpreisen begründet. Laut Mitteilung wurde das Wachstum von allen zentralen Wachstumstreibern unterstützt: Gourmet&Spezialitäten (+7,8%), das Outsourcinggeschäft (+6,2%) sowie der Absatz in Schwellenländern (+8,8%) legten deutlich zu.

Analystenerwartungen annähernd bestätigt

Damit hat BC die Analystenerwartungen annähernd bestätigt. Die von AWP befragten Experten gingen im Durchschnitt von einem Mengenwachstum von 6,9 Prozent und einem Umsatz von 5,24 Milliarden Franken aus.

CEO Antoine de Saint-Affrique zeigt sich in der Mitteilung entsprechend zufrieden: "Nach dem sehr starken Ergebnis im ersten Semester dieses Geschäftsjahres sahen wir auch im dritten Quartal eine starke Dynamik, die von allen zentralen Wachstumstreibern, Regionen und Produktgruppen getragen wurde."

Im dritten Quartal hat sich aufgrund von auslaufenden Effekten von Akquisitionen und neuen Aufträgen das Wachstum verlangsamt. Die Verkaufsmenge nahm noch um 4,8 Prozent zu, nach einem Wachstum von 8 Prozent im ersten Halbjahr.

Zuversichtlicher Ausblick

Beim Ausblick zeigt sich CEO de Saint-Affrique zuversichtlich. "Angesichts der Markttrends und der Marktdynamik sehen wir weiterhin viele Wachstumschancen und sind zuversichtlich, dass diese, zusammen mit der sorgfältigen Umsetzung unserer Strategie des 'smarten Wachstums', es uns erlauben werden, unsere 4-Jahres-Ziele zu erreichen", lässt er sich in der Mitteilung zitieren.

Demnach geht BC weiterhin davon aus, ein durchschnittliches jährliches Verkaufsmengenwachstum von 4 bis 6 Prozent sowie ein über dem Verkaufsmengenwachstum liegendes EBIT-Wachstum in Lokalwährungen zu erreichen. Die Angabe bezieht sich auf den Durchschnitt für die vier Geschäftsjahre 2015/16 bis 2018/19.

(AWP/Reuters)